Der Silizium-Halbleiterhersteller AXT startet in eine entscheidende Börsenwoche. Seit Mitternacht ist die Lock-Up-Vereinbarung für die Stammaktien des Unternehmens abgelaufen.
Die Sperrfrist hatte am 21. April 2026 begonnen und dauerte genau 60 Tage. In dieser Zeit durften Vorstände und Aufsichtsräte ihre Aktien nicht verkaufen. Mit dem Ablauf der Frist sind diese Beschränkungen ersatzlos weggefallen. Insider können nun wieder frei über ihre Anteile verfügen – ein Vorgang, der am Markt stets genau beobachtet wird.
Die Aktie notierte am Freitag bei 74,00 Euro. Das letzte Handelsdatum brachte ein kleines Plus von 0,46 Prozent. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 12,38 Prozent, binnen 30 Tagen summiert sich der Rückgang sogar auf 17,78 Prozent.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 128,55 Euro aus dem Mai 2026 bleibt der Kurs rund 42 Prozent entfernt. Das Tief aus dem Dezember 2025 bei 9,30 Euro liegt dagegen weit zurück.
Nun richten sich alle Blicke auf die Insider
Ob die Führungskräfte tatsächlich verkaufen oder halten, dürfte das kurzfristige Sentiment bestimmen. Der RSI von 43,5 signalisiert aktuell weder Überkauftheit noch übermäßige Panik. Eine neutrale Ausgangslage.
Die 30-Tage-Volatilität liegt annualisiert bei gut 142 Prozent. Anleger erwarten keine ruhige Woche – eher eine, in der jeder Handelstag eine neue Richtungsentscheidung bringen kann. Ob die freigegebenen Insider-Positionen für Stabilität sorgen oder Verkaufsdruck erzeugen, wird sich in den kommenden Sitzungen weisen.
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