Aya Gold & Silver reitet weiter auf der starken Silber- und Goldwelle. Der Börsengang an der Nasdaq und die Aufnahme in den Nasdaq Composite haben dem Titel zusätzliche Sichtbarkeit verschafft. Gleichzeitig notiert die Aktie deutlich höher als noch vor einigen Monaten.

Der Kurs liegt bei 17,23 Euro. Seit Jahresbeginn ergibt sich damit ein Plus von 42,95 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten sogar von 166,43 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 18,24 Euro ist die Aktie nur noch 5,56 Prozent entfernt.

Nasdaq-Start bringt Rückenwind

Die Notierung an der Nasdaq markiert für Aya einen wichtigen Schritt, weil sie den Zugang zu einem breiteren Investorenkreis öffnet. Dazu passt die starke Entwicklung an den Edelmetallmärkten. Silber legte in der Woche bis zum 9. Mai um etwa 7 Prozent zu und handelte nahe 80,30 Dollar je Unze.

Für Aya ist dieses Umfeld relevant, weil das Unternehmen stark von der Preisentwicklung bei Silber und Gold abhängt. Der Gold-Silber-Quotient hat sich zuletzt in Richtung 58 bewegt. Das spricht für eine Phase, in der Silber relative Stärke zeigt.

Bewertung bleibt anspruchsvoll

Die jüngsten Zahlen zeigen ein Unternehmen mit Wachstumsfantasie, aber auch mit hoher Bewertung. Im letzten Bericht zum Schlussquartal 2025 meldete Aya einen Gewinn je Aktie von 0,16 kanadischen Dollar bei einem Umsatz von 100,86 Millionen kanadischen Dollar. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate liegt das Ergebnis je Aktie bei 0,32 kanadischen Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis damit bei 86,13.

Für die kommenden Quartale rechnen Marktbeobachter mit einem Gewinn je Aktie von 0,17 kanadischen Dollar im ersten Quartal 2026 und 0,20 kanadischen Dollar im zweiten Quartal. Danach soll das Niveau im Jahresverlauf wieder bei 0,17 kanadischen Dollar liegen.

Blick auf die nächsten Impulse

Kurzfristig bleibt der Makro-Backdrop entscheidend. In den kommenden Tagen stehen neue US-Verbraucherpreisdaten an, die die Erwartung an die Zinspolitik und damit auch die Edelmetallpreise bewegen können. Parallel dazu achten Anleger auf operative Fortschritte bei Produktion und Kosten.

Aya hat damit zwei Treiber vor sich: die Stärke des Silbermarkts und die eigene Umsetzung im laufenden Jahr. Bei einer annualisierten Volatilität von 53,94 Prozent bleibt die Aktie allerdings ein Titel für schnelle Richtungswechsel.