Babcock & Wilcox setzt zur Aufholjagd an. Trotz einer neuen Untersuchung zur Unternehmensführung drehte der Kurs am Donnerstag massiv ins Plus. Nach einem drastischen Wertverlust im vergangenen Monat schöpfen Investoren nun neue Hoffnung.

Großinvestor gegen Klageflut

Der Hedgefonds Saba Capital Management nutzt die niedrigen Kurse für einen Einstieg. Jüngste Meldungen zeigen, dass der Investor eine Position für rund 4,4 Millionen Dollar aufgebaut hat. Die Aktie kletterte daraufhin um 10,73 Prozent auf einen Stand von 7,68 Euro.

Parallel dazu braut sich rechtlicher Ärger zusammen. Die Kanzlei Bernstein Liebhard hat eine Untersuchung gegen die Führungsebene eingeleitet. Die Juristen prüfen mögliche Verstöße gegen die Treuepflichten der Direktoren. Im Kern geht es um die Transparenz bei der Projektpipeline für KI-Rechenzentren.

Bilanz-Stärkung und KI-Hoffnung

Der Konzern steuert mit finanziellen Maßnahmen gegen den Abwärtstrend. Ein neues Rückkaufprogramm soll bis zu 50 Millionen Dollar in die Taschen der Aktionäre spülen. Parallel dazu plant das Management die vorzeitige Tilgung einer Anleihe über rund 61 Millionen Dollar.

Dieser Schritt soll die Zinslast senken und Vertrauen am Kapitalmarkt zurückgewinnen. Die Umsetzung ist bereits für den kommenden Monat geplant.

Im August folgen zudem die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal. Marktteilnehmer warten dabei vor allem auf Details zu einem Großauftrag über 2,4 Milliarden Dollar im Bereich der KI-Infrastruktur. Die Entwicklung dieses Projekts dürfte bestimmen, ob die Aktie ihre Erholung dauerhaft festigen kann.