Nach einem starken Jahresendspurt steht Ballard Power vor einem kritischen Test. Am 5. Mai präsentiert der Brennstoffzellen-Spezialist seine Zahlen für das erste Quartal. Die Erwartungen sind gemischt. Das Management selbst dämpfte zuletzt die Hoffnungen auf einen nahtlosen Übergang des rasanten Wachstums.
Saisonalität bremst die Euphorie
Im vergangenen Schlussquartal glänzte das Unternehmen noch mit Rekordauslieferungen. Der Umsatz kletterte um 37 Prozent. Obendrein verzeichnete Ballard den höchsten operativen Cashflow seit einer Dekade. Für das laufende Jahr rechnet Finanzchefin Kate Igbalode allerdings mit einer deutlichen Saisonalität. Der Großteil der Erlöse soll erst im zweiten Halbjahr anfallen. Ein schwächerer Auftakt gilt daher als wahrscheinlich.
Fokus auf die Kosten
Um die schwankenden Einnahmen abzufedern, verordnet der Vorstand dem Konzern eine strikte Ausgabendisziplin. Die operativen Kosten sollen im laufenden Jahr auf maximal 75 Millionen US-Dollar sinken. Im Vorjahr lagen diese Ausgaben noch bei rund 109 Millionen US-Dollar. Ein zentraler Baustein dafür ist das Projekt Forge. Diese automatisierte Produktionslinie für Bipolarplatten startet Mitte des Jahres. Sie soll die Bauteilkosten bei voller Auslastung um bis zu 70 Prozent drücken.
Analysten bleiben skeptisch
An der Börse notiert die Aktie zum Wochenschluss bei 2,50 Euro. Auf Jahressicht steht damit ein massives Plus von 153 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Kurs hat sich spürbar von seinem Tief gelöst und pendelt sich komfortabel über der 50-Tage-Linie ein. Wall-Street-Experten trauen dem Aufschwung indes noch nicht. Wells Fargo und BMO Capital raten weiterhin zum Untergewichten der Papiere. Ihre Kursziele liegen deutlich unter dem aktuellen Niveau.
Am 5. Mai müssen die Kanadier nun liefern. Investoren werden genau auf die Margenentwicklung und den Cash-Verbrauch achten. Fällt der Umsatzrückgang im ersten Quartal moderat aus und das Projekt Forge liegt im Zeitplan, könnte das die Analystenskepsis aufbrechen. Enttäuschen die Zahlen, droht angesichts eines hohen RSI-Wertes von 69 ein schneller Rücksetzer.
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