Ballard Power erlebte in den vergangenen Monaten eine rasante Rally. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um über 50 Prozent. Nun zieht ein Großaktionär die Reißleine. Die Folge: ein abrupter Kurssturz zum Wochenausklang.

Millionenpaket drückt den Kurs

Die Finanzgesellschaft CLSA Limited plant einen massiven Ausstieg. Sie meldete bei der US-Börsenaufsicht den Verkauf von rund 15 Millionen Aktien an. Das Paket hat einen Marktwert von knapp 65 Millionen US-Dollar. CLSA hielt diese Papiere seit Ende 2018.

Der Markt reagierte prompt auf diese Ankündigung. An der Frankfurter Börse brach die Aktie am Freitag um 11,74 Prozent auf 3,53 Euro ein. Damit rückt das erst am Mittwoch erreichte Jahreshoch von 4,07 Euro wieder in weite Ferne.

Rote Zahlen trotz Cash-Polster

Der geplante Aktienverkauf folgt unmittelbar auf die aktuellen Quartalszahlen. Ballard Power meldete am Dienstag einen Umsatz von gut 19 Millionen US-Dollar. Das verfehlte die Erwartungen der Analysten leicht. Beim Verlust je Aktie schnitt der Brennstoffzellen-Hersteller mit minus 0,04 US-Dollar besser ab als gedacht.

Finanziell steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Die Kasse ist mit über 520 Millionen US-Dollar gut gefüllt. Das bietet einen wichtigen Puffer in der kapitalintensiven Wasserstoffbranche. Auf Jahressicht bleibt die Profitabilität jedoch eine massive Baustelle.

Skepsis überwiegt

Analysten betrachten die weitere Entwicklung mit Zurückhaltung. Von 15 befragten Experten rät aktuell nur einer zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 3,51 US-Dollar.

Die Meinungen gehen dabei stark auseinander. TD Cowen hob das Ziel kürzlich auf 4,25 US-Dollar an. Wells Fargo senkte den fairen Wert auf 2,00 US-Dollar. Der massive Aktienverkauf dämpft die jüngste Euphorie nun spürbar.