Der Goldriese Barrick Mining überrascht Anleger mit einer drastischen Dividendenerhöhung und kündigt gleichzeitig umfangreiche Veränderungen in Führung und Ausschüttungspolitik an. Die Aktie rückt damit trotz des jüngsten Gold-Crashs wieder ins Rampenlicht.

Barrick hat heute die Dividende für das vierte Quartal 2025 auf 0,42 Dollar je Aktie festgelegt – eine Steigerung um satte 140 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Ausschüttung erfolgt am 16. März 2026 an Aktionäre, die am 27. Februar im Register stehen. Parallel dazu kaufte das Unternehmen im vierten Quartal rund 12,11 Millionen eigene Aktien zurück. Für das Gesamtjahr 2025 summiert sich das Rückkaufvolumen auf etwa 51,90 Millionen Aktien – rund 3 Prozent des ausstehenden Kapitals – für insgesamt 1,5 Milliarden Dollar.

Neue Ausschüttungspolitik setzt auf Cashflow-Beteiligung

Die drastische Dividendenerhöhung ist mehr als eine einmalige Geste. Barrick führt eine neue Ausschüttungspolitik ein, die ab dem vierten Quartal 2025 gilt: Künftig sollen 50 Prozent des zurechenbaren freien Cashflows an die Aktionäre fließen. Die Auszahlung setzt sich zusammen aus einer festen Basisdividende von 0,175 Dollar je Quartal plus einem variablen Aufschlag am Jahresende, der vom erzielten Cashflow abhängt. Das Unternehmen behält sich vor, die Ausschüttungsquote je nach Geschäftsentwicklung, Kapitalbedarf und Bilanzlage anzupassen.

Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 liefern die Grundlage für diese Großzügigkeit: Barrick produzierte 871.000 Unzen Gold und 62.000 Tonnen Kupfer. Der Umsatz erreichte 6 Milliarden Dollar, der operative Cashflow lag bei 2,73 Milliarden Dollar und der freie Cashflow bei 1,62 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie sprang im Vergleich zum dritten Quartal um 88 Prozent auf 1,04 Dollar – im vierten Quartal wurden sogar 1,43 Dollar erreicht.

Personalrochade an der Spitze

Zeitgleich baut Barrick sein Board um. Robert Samek, ehemaliger Senior Partner bei McKinsey & Company, wird neues Mitglied des Verwaltungsrats und rückt in die Audit-, Risiko- und Vergütungsausschüsse ein. Samek bringt 31 Jahre Erfahrung aus der Beratung von Energie- und Rohstoffkonzernen mit. Von 2015 bis 2018 leitete er bei McKinsey die Mining-Praxis für Nord- und Südamerika, später baute er globale Praxisfelder für KI in Energie und Bergbau sowie für Großprojekte auf.

Noch bedeutsamer dürfte die Beförderung von Mark Hill sein. Der bisherige Geschäftsführer wird zum President und CEO ernannt und steigt als nicht-unabhängiges Mitglied in den Verwaltungsrat auf. Hill soll das Unternehmen durch den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Goldaktiva führen. Chairman John Thornton lobt seine operative Disziplin und Expertise, die für die nächste Entwicklungsphase entscheidend seien.

Die Kombination aus massiv gesteigerter Dividende, neuem Ausschüttungsmodell und Führungswechsel signalisiert: Barrick will nach einem starken Quartal Vertrauen zurückgewinnen – gerade nach der jüngsten Goldpreis-Volatilität.