Barrick Gold hat ein finanziell herausragendes Jahr hinter sich, doch der Blick nach vorn trübt die Stimmung bei den Anlegern massiv. Obwohl der Konzern für das vierte Quartal 2025 Rekordgewinne meldete, geriet das Papier am Dienstag deutlich unter Druck. Die Kombination aus sinkenden Edelmetallpreisen und einer enttäuschenden Produktionsprognose für 2026 wirft die Frage auf: Kann das Unternehmen seine Bewertung ohne Wachstumsimpulse rechtfertigen?
Doppelte Belastung für den Kurs
Die jüngste Verkaufswelle ist das Ergebnis zweier konvergierender Faktoren. Zum einen korrigierte der Goldpreis nach einem kurzen Anstieg durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten wieder nach unten. Da gleichzeitig der US-Dollar an Stärke gewann, gerieten die Margen der Minenbetreiber direkt unter Druck.
Zum anderen sorgte der Ausblick des Unternehmens für Ernüchterung. Während sich die Aktie heute mit einem Anstieg von 2,37 Prozent auf 40,83 Euro etwas stabilisiert, wiegt die Skepsis hinsichtlich der künftigen Fördermengen schwer. Investoren bewerten derzeit die Risiken neu, da die Wachstumstreiber für das laufende Jahr zu fehlen scheinen.
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Glänzende Vergangenheit, trüber Ausblick
Die Diskrepanz zwischen den aktuellen Zahlen und der Zukunftsmusik könnte kaum größer sein. Im vierten Quartal 2025 erwirtschaftete Barrick einen Umsatz von 6,00 Milliarden Dollar und erzielte einen operativen Cashflow von 2,73 Milliarden Dollar. Die Dividende wurde um satte 140 Prozent auf 0,42 Dollar je Aktie angehoben, und allein im Jahr 2025 flossen 2,39 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurück.
Doch an der Börse wird die Zukunft gehandelt, und hier bremste das Management die Euphorie. Für 2026 stellt Barrick lediglich eine Goldproduktion zwischen 2,90 und 3,25 Millionen Unzen in Aussicht. Das liegt nicht nur unter der tatsächlichen Produktion des Vorjahres, sondern signalisiert eine Stagnation.
Erschwerend kommt die Kostenseite hinzu. Die prognostizierten „All-in Sustaining Costs“ (AISC) sollen 2026 auf eine Spanne von 1.760 bis 1.950 Dollar je Unze steigen. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem aufwendigere Abfall- und Wassermanagement-Anforderungen beim Joint Venture in Nevada.
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Strategischer Umbau und Konflikte
Neben den operativen Hürden steht ein großer strategischer Umbau an. Barrick plant, seine nordamerikanischen Gold-Assets in einem separaten Börsengang (IPO) abzuspalten, um verborgene Werte zu heben. Zu diesem Portfolio gehören Anteile an den Nevada Gold Mines und das vielversprechende Fourmile-Projekt, dessen Ressourcenbasis zuletzt verdoppelt wurde.
Dieser Plan stößt jedoch auf Widerstand. Der Partner Newmont, mit dem Barrick das Joint Venture in Nevada betreibt, hat im Februar 2026 formell Vorwürfe wegen Missmanagements erhoben. Dieser Streit könnte den geplanten Zeitplan für das IPO, der einen Abschluss bis Ende 2026 vorsieht, erheblich komplizieren.
Fazit: Gewinndeckelung voraus?
Die kurzfristige Perspektive für die Barrick-Aktie bleibt herausfordernd. Mit der eigenen Prognose hat das Management faktisch ein Plateau für die Produktion und damit auch für das Cashflow-Wachstum signalisiert. Solange der Streit mit Newmont nicht beigelegt ist und der Goldpreis keine neue Dynamik entwickelt, fehlen dem Titel wichtige Impulse für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung.
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