Die Goldminen-Giganten befinden sich in einer heiklen Situation: Während Barrick als marktführender Gold- und Kupferproduzent von steigenden Edelmetallpreisen profitiert, droht ausgerechnet vom Rivalen Newmont Corp. Gefahr. Der Konkurrent prüft offenbar Wege, die Kontrolle über das lukrative Nevada-Goldminenprojekt zu übernehmen – ausgerechnet jetzt, wo beide Unternehmen neue Chefs haben. Wird dieser Machtkampf zum Wendepunkt für Barrick?

UBS setzt auf höhere Goldpreise

Die Analysten zeigen sich durchaus optimistic: UBS hob das Kursziel für Barrick auf 39 Dollar an und begründete dies mit höheren Prognosen für Gold- und Silberpreise. Auch die Bank of America Securities korrigierte ihr Ziel nach oben auf 38 Dollar, bleibt aber bei einer neutralen Bewertung.

Wall Street sieht die Aktie mehrheitlich positiv – die Konsenseinschätzung lautet „Moderate Buy“. Klar wird: Die Aussichten für Edelmetalle treiben die Fantasie der Investoren an.

Institutionelle kaufen massiv zu

Besonders bemerkenswert ist das Interesse großer Investoren. Gleich zwei bedeutende Player griffen zu: Bessemer Group accumette einen neuen Anteil mit über 63.000 Aktien, während Sumitomo Mitsui Trust Group sogar 111.000 Papiere erwarb.

Die institutionellen Anleger kontrollieren bereits 66 Prozent der Barrick-Aktien – ihre Bewegungen haben entsprechend große Auswirkungen auf den Kurs. Das verstärkte Interesse dieser Schwergewichte unterstreicht das Vertrauen in die fundamentale Entwicklung des Unternehmens.

Nevada-Joint-Venture im Visier

Der brisante Punkt: Newmont Corp. evaluiert verschiedene Strukturen, um die Kontrolle über das Nevada-Goldminenprojekt zu erlangen. Barrick ist dort aktuell Mehrheitseigner und Betreiber – ein strategisch höchst wertvolles Asset.

Das Timing ist kein Zufall: Beide Bergbauriesen haben kürzlich neue CEOs ernannt. Diese Führungswechsel könnten strategische Großentscheidungen und Neuausrichtungen im Goldmining-Sektor befeuern. Für Barrick-Aktionäre steht damit die Frage im Raum: Ist das der Beginn einer Konsolidierungswelle oder nur ein taktisches Manöver?