Barricks geplanter Börsengang der nordamerikanischen Sparte gerät zunehmend unter Druck — und das gleich von mehreren Seiten. Eine Teck-Royalty auf das Vorzeigeprojekt Fourmile, ein Rechtsstreit mit Newmont und eine frische Kurszielanpassung durch Raymond James verdichten sich zu einem komplexen Bild kurz vor dem anvisierten IPO.
Fourmile-Royalty belastet die IPO-Bewertung
Das Herzstück des geplanten Spin-offs ist das Fourmile-Goldprojekt in Nevada. Teck Resources hält dort eine Royalty von 10% auf Nettogewinne über ein Gebiet von 260 Quadratkilometern — mit erheblicher Überschneidung zur Fourmile-Entdeckung. Nach Lieferung von sechs Millionen Unzen Gold steigt dieser Anteil auf 15%.
RBC-Analyst Josh Wolfson, der Fourmile zuvor mit 15 Milliarden US-Dollar bewertet hatte, schätzt, dass die Royalty den Projektwert um rund 10% reduziert. Das schmälert die Attraktivität des IPOs für potenzielle Investoren spürbar.
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Hinzu kommt ein Rechtsstreit mit Joint-Venture-Partner Newmont. Das Unternehmen hat eine Vertragsverletzung geltend gemacht und argumentiert, Barrick habe Ressourcen aus dem gemeinsamen Nevada-Venture zugunsten von Fourmile umgeleitet — was gegen das 2019 geschlossene JV-Abkommen verstoße. Newmont besteht auf einem vertraglichen Vorkaufsrecht bei Transaktionen, die das Gemeinschaftsunternehmen betreffen.
Raymond James senkt Kursziel leicht
Trotz dieser Unsicherheiten bleibt die Analystengemeinde konstruktiv. Raymond James hat das Kursziel für die Barrick-Aktie von 62 auf 61 CAD gesenkt, hält aber an der Einstufung „Outperform“ fest. Analyst Brian MacArthur begründet die Anpassung mit einer Neubewertung der Bewertungsparameter — nicht mit einer veränderten Einschätzung der Vermögensbasis. Er verweist auf einen Free-Cashflow-Yield von 6% und eine Dividendenrendite von 4,12% als Stützen.
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Der breitere Analystenkonsens bleibt positiv: 13 von 15 Wall-Street-Analysten empfehlen die Aktie mit „Kaufen“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 59,82 CAD. Die Aktie notiert aktuell rund 17% unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 71,86 CAD.
IPO-Vorbereitungen laufen weiter
Ungeachtet der Bewertungsrisiken hat Barrick diese Woche das Führungsteam für die nordamerikanische Einheit bekanntgegeben — sieben Positionen, die die Minen in Nevada und der Dominikanischen Republik verantworten sollen. Geplant ist, einen Anteil von 10 bis 15% an der Einheit noch in diesem Jahr an die Börse zu bringen.
Ob der Zeitplan hält, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell Barrick den Newmont-Streit beilegen und die Teck-Royalty-Situation gegenüber künftigen IPO-Investoren transparent einpreisen kann. Beides sind keine Kleinigkeiten.
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