Nevada Gold Mines macht rund 60 Prozent von Barricks Börsenwert aus. Genau dieses Asset steckt mitten in einem ungelösten Rechtsstreit. Und die Zeit läuft.
Newmont bestätigte diese Woche während des Earnings Calls zum ersten Quartal 2026: Die Verzugsmitteilung gegenüber dem gemeinsamen Nevada-Gold-Mines-Gemeinschaftsunternehmen bleibt aktiv — ohne absehbares Ende. Newmonts Interim-CFO und Chief Legal Officer Peter Wexler formulierte es klar: „Die Frist der Verzugsmitteilung ist offen.“ Es gebe keinen festen Zeitplan für eine Lösung. Der Prozess sei iterativ — Newmont stellt Fragen, Barrick antwortet.
Streit um Fourmile
Im Kern geht es um Barricks vollständig eigenes Fourmile-Projekt, das direkt an den Nevada Gold Mines angrenzt. Newmont wirft Barrick vor, Ressourcen aus dem Gemeinschaftsunternehmen zugunsten von Fourmile und Barrick selbst abgezogen zu haben. CEO Natascha Viljoen sagte auf Analystenfragen lediglich, man sammle weiter Informationen zu Fourmile und führe technische Bewertungen durch. Konkrete Gespräche über eine Integration in das Joint Venture bestätigte sie nicht.
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Die Eigentümerstruktur des Gemeinschaftsunternehmens: Barrick hält 61,5 Prozent und betreibt es operativ. Newmont kommt auf 38,5 Prozent. Die 30-tägige Abhilfefrist lief im März ab — ohne Einigung. Seitdem läuft ein formelles Gerichtsverfahren in Nevada. Erste Anhörungen sind für Mai 2026 angesetzt.
IPO hängt in der Luft
Der Streit trifft Barrick an einer strategisch heiklen Stelle. Der Konzern plant, seine nordamerikanischen Assets noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 an die Börse zu bringen — mit einem anfänglichen Streubesitz von 10 bis 15 Prozent. In das geplante Vehikel sollen Barricks Anteil an Nevada Gold Mines, das Fourmile-Projekt und eine Mine in der Dominikanischen Republik einfließen. Das Problem: Letztere ist ebenfalls ein Gemeinschaftsunternehmen mit Newmont. Insider berichten, Newmont sei der Ansicht, das geplante Listing erfordere ihre Zustimmung.
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RBC-Analyst Josh Wolfson hat Nevada Gold Mines als Kern von Barricks Investmentcase beschrieben. Ohne das Asset verliere die Aktie für viele Investoren ihren Reiz.
Zwei Termine im Blick
Der Kalender wird in den nächsten Wochen eng. Am 8. Mai 2026 hält Barrick seine Hauptversammlung ab — rein virtuell. Drei Tage später, am 11. Mai, folgen die Ergebnisse zum ersten Quartal 2026. Analysten werden auf der anschließenden Fragerunde kaum um den Nevada-Konflikt herumkommen.
Barricks Goldproduktion ist 2025 auf den niedrigsten Stand seit mindestens 25 Jahren gefallen. Die Jahresprognose für 2026 liegt bei 2,9 bis 3,25 Millionen Unzen. Der IPO sollte der strategische Neustart sein. Ob er wie geplant kommt, hängt jetzt auch davon ab, wie sich Newmont in Nevada verhält.
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