Goldpreis auf Rekordniveau, Gewinne mehr als verdoppelt — und trotzdem steht Barrick Minings ambitioniertester Umbauplan auf der Kippe. Der Grund: Joint-Venture-Partner Newmont versucht, den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Sparte zu stoppen.
60 Prozent des Unternehmenswerts im Streit
Nevada Gold Mines (NGM) ist das Herzstück von Barrick. RBC-Analyst Josh Wolfson schätzt, dass der Komplex rund 60 Prozent des gesamten Marktwerts ausmacht. Barrick hält 61,5 Prozent an NGM, Newmont die restlichen 38,5 Prozent — und genau dieser Partner stellt sich nun quer.
Newmont fordert, dass Barrick zunächst die angebliche Underperformance im gemeinsamen Nevada-Betrieb behebt, bevor der IPO der nordamerikanischen Einheit vorangetrieben wird. Barrick-CEO Mark Hill wies die Vorwürfe zurück, gab aber keine Details preis: „Wir sind durch die Bedingungen des Joint-Venture-Vertrags eingeschränkt in dem, was wir sagen können.“ Erste Gerichtsanhörungen in Nevada sind für Mai angesetzt.
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Goldpreis als Puffer
Das operative Geschäft läuft derweil auf Hochtouren. Der Goldpreis notiert aktuell bei rund 4.829 Dollar je Unze — deutlich über dem Niveau von 4.500 Dollar, auf dem Barricks Kostenplanung für 2026 basiert. 2025 kletterte der Umsatz auf 16,96 Milliarden Dollar, ein Plus von 31 Prozent. Der Gewinn schnellte um 133 Prozent auf 4,99 Milliarden Dollar hoch.
Allerdings steigen die Kosten spürbar. Die All-In Sustaining Costs sollen 2026 zwischen 1.760 und 1.950 Dollar je Unze liegen — ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Niedrigere Erzgehalte, teurere Betriebsmittel und die Wiederaufnahme des Betriebs in Loulo-Gounkoto nach der Rückkehr der Kontrolle im Dezember 2025 treiben die Kalkulation nach oben.
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Aktie unter Druck, Analysten gespalten
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider. Die Barrick-Aktie notiert bei 58,63 CAD und liegt damit rund 18 Prozent unter dem Jahreshoch von 71,86 CAD. Der RSI von 29,5 signalisiert, dass das Papier technisch überverkauft ist.
ATB Cormark stufte die Aktie Anfang April von „Outperform“ auf „Sector Perform“ herab, hob das Kursziel aber von 70 auf 75 CAD an — ein zwiespältiges Signal. Raymond James hält an „Outperform“ mit einem Ziel von 61 US-Dollar fest. Der Konsens von 13 Wall-Street-Analysten lautet weiterhin „Kaufen“, mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund 77,25 CAD.
Am 8. Mai folgt die Hauptversammlung, drei Tage später die Quartalszahlen — zeitgleich mit den ersten Gerichtsterminen in Nevada. Ob der Spin-off wie geplant noch in diesem Jahr kommt oder Barrick seinen Umbauplan neu zeichnen muss, entscheidet sich in diesen Wochen.
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