Barrick Mining treibt die Abspaltung seines nordamerikanischen Geschäfts voran. Ein offener Konflikt mit dem Konkurrenten Newmont um das gemeinsame Joint Venture in Nevada droht den geplanten Börsengang jedoch massiv zu verzögern. Parallel dazu vollzieht das Management eine radikale Abkehr von der bisherigen Expansionsstrategie in asiatischen und afrikanischen Risikoländern.
Fokus auf erstklassige Minen
Chairman John Thornton hat in einem aktuellen Aktionärsbrief eine völlig neue Marschroute vorgegeben. Das Unternehmen wendet sich wieder Zukäufen von langlebigen Minen mit niedrigen Förderkosten zu und zieht sich aus Regionen mit hohem Risiko zurück. Damit revidiert Barrick eine jahrzehntelange Strategie, die stark auf Schwellenländer ausgerichtet war. Thornton begründet den Schritt mit einer anhaltenden Unterbewertung der Papiere. Ein fokussierteres Portfolio soll das Interesse der Investoren neu entfachen.
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Kernstück dieses Umbaus ist der geplante Börsengang der nordamerikanischen Assets bis Ende 2026. Dazu gehören das Joint Venture Nevada Gold Mines, die Mine Pueblo Viejo und das stark wachsende Fourmile-Projekt. Genau hier liegt das aktuelle Problem. Newmont hat Barrick eine formelle Inverzugsetzung für das gemeinsame Nevada-Projekt übermittelt. Der Vorwurf wiegt schwer: Barrick soll Ressourcen aus den gemeinsamen Anlagen abgezogen haben, um das zu 100 Prozent eigene Fourmile-Projekt beschleunigt voranzutreiben. Ohne eine Einigung in diesem Streit steht der Zeitplan für den Börsengang auf der Kippe.
Steigende Kosten treffen auf Rekordgoldpreis
Abseits der strategischen Baustellen profitiert der Minenbetreiber vom extrem starken Goldpreis, der sich zuletzt bei rund 4.750 US-Dollar pro Unze stabilisiert hat. Analysten von J.P. Morgan halten bis Ende 2026 sogar Preise von 5.000 Dollar für realistisch. Gleichzeitig kämpft der Konzern mit einer spürbaren Kosteninflation. Der anstehende Quartalsbericht dient als erster realer Test, inwieweit die hohen Verkaufspreise die erwarteten Produktionskosten von bis zu 1.950 Dollar pro Unze neutralisieren.
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An der Börse reagierten Anleger zuletzt moderat positiv auf das operative Umfeld. Die Aktie notierte am Freitag bei 60,27 Kanadischen Dollar und verzeichnete damit ein Tagesplus von 2,62 Prozent. Aktionäre erhalten zudem eine direkte Gewinnbeteiligung durch die Erhöhung der Basisdividende um 40 Prozent auf 0,175 US-Dollar pro Quartal.
Der Mai bringt nun zwei konkrete Termine für Investoren. Am 8. Mai findet die virtuelle Hauptversammlung statt, gefolgt von der Präsentation der Quartalszahlen am 11. Mai. Bei diesen Anlässen wird das Management Stellung zu den ersten Gerichtsanhörungen im Newmont-Konflikt beziehen müssen, die ebenfalls für Mai angesetzt sind.
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