Gold über 4.500 Dollar je Unze, Margen nahe 70 Prozent — und trotzdem notiert die Barrick-Aktie seit Jahresbeginn leicht im Minus. Dieser Widerspruch macht den Blick auf den 11. Mai besonders interessant.
An diesem Tag veröffentlicht Barrick Mining vor Börseneröffnung die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Für Anleger ist es die erste Gelegenheit, in Zahlen zu sehen, ob das Unternehmen die historisch hohen Goldpreise tatsächlich in entsprechende Gewinne ummünzt.
Super-Margen, aber Kurs unter Druck
Die Rahmenbedingungen für Goldminen sind derzeit außergewöhnlich. Spot-Gold hält sich im April 2026 stabil über 4.500 Dollar je Unze, getrieben von geopolitischer Unsicherheit und einer veränderten Reservepolitik der Zentralbanken. Für Tier-1-Produzenten wie Barrick bedeutet das rechnerisch rund 3.000 Dollar Gewinn je produzierter Unze — selbst nachdem gestiegene Energie- und Lohnkosten die All-in Sustaining Costs auf 1.760 bis 1.950 Dollar gedrückt haben.
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Der Kurs spiegelt diese Fantasie bislang nur bedingt wider. Am Freitag schloss die Aktie bei 59,35 CAD, ein Tagesplus von rund zwei Prozent. Auf Jahressicht liegt das Papier dennoch leicht im Minus, rund 17 Prozent unter dem Januarhoch von 71,86 CAD. Der RSI von 33 signalisiert überverkauftes Terrain.
Rechtssieg und Hauptversammlung
Neben dem Ergebnistermin gibt es zwei weitere Ereignisse im Kalender. Am 8. April wies das Ontario Court of Appeal eine Klage tansanischer Bewohner im Zusammenhang mit dem North-Mara-Goldbergwerk ab. Das Gericht bestätigte, dass Ontario kein geeignetes Forum für diese Ansprüche sei — sie müssen in Tansania verhandelt werden. Für Barrick bedeutet das vorerst Rechtssicherheit in Nordamerika.
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Am 8. Mai folgt die virtuelle Hauptversammlung, drei Tage vor den Quartalszahlen. National Bank Financial hat das Kursziel zuletzt leicht auf 72,50 CAD gesenkt, hält aber an der „Outperform“-Einstufung fest — das impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 22 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs.
Was der 11. Mai zeigen muss
Die Produktionsprognose für 2026 liegt bei 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen Gold. Entscheidend wird sein, ob Barrick im ersten Quartal die Fördermenge stabil halten konnte — nur dann lassen sich die rekordhohen Goldpreise vollständig in den Ergebnissen abbilden. Ein starkes Q1 könnte die Lücke zwischen fundamentaler Stärke und Kursentwicklung schließen. Ein enttäuschendes Produktionsupdate dürfte den Druck auf die Aktie hingegen verlängern.
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