Barrick Mining liefert Zahlen, die eigentlich für Euphorie sorgen sollten: Der Gewinn hat sich fast verdoppelt, die Dividende steigt massiv. Doch statt zu feiern, schickten Anleger die Aktie um über acht Prozent ins Minus. Verantwortlich dafür sind eine enttäuschende Produktionsprognose und ein brisanter Streit mit dem Konkurrenten Newmont, der die geplante Aufspaltung des Konzerns gefährden könnte.
Finanzielles Rekordjahr und Dividendenanhebung
Das vierte Quartal 2025 markierte einen operativen Höhepunkt für den Minenbetreiber. Mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie von 1,04 US-Dollar übertraf Barrick die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 0,87 US-Dollar deutlich. Der Umsatz kletterte auf 6,0 Milliarden US-Dollar, während der freie Cashflow im Gesamtjahr um fast 200 Prozent auf 3,9 Milliarden US-Dollar anstieg.
Anleger profitieren direkt von dieser starken Kapitalbasis. Die neue Dividendenpolitik sieht vor, 50 Prozent des freien Cashflows auszuschütten. Aktionäre erhalten für das abgelaufene Quartal 0,42 US-Dollar je Anteilsschein – ein erheblicher Sprung gegenüber den bisherigen 0,18 US-Dollar. Zusätzlich investierte das Unternehmen im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden US-Dollar in Aktienrückkäufe.
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Prognose und Strategie verunsichern
Der Dämpfer folgte jedoch beim Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Für 2026 prognostiziert das Management eine Goldproduktion zwischen 2,90 und 3,25 Millionen Unzen. Dies liegt unter dem Vorjahresniveau von 3,26 Millionen Unzen. Diese konservative Schätzung, gepaart mit steigenden Kostenprognosen, löste den Verkaufsdruck an der Börse aus.
Parallel dazu treibt Barrick die Ausgliederung seiner nordamerikanischen Vermögenswerte in eine neue börsennotierte Einheit („NewCo“) voran. Dieser Börsengang, der bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll, umfasst unter anderem die Anteile an den Nevada Gold Mines und der Pueblo Viejo Mine. Barrick plant, die Mehrheit an dieser neuen Gesellschaft zu behalten.
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Konflikt mit Newmont als Risiko
Das geplante IPO stößt auf ernsthaften Widerstand. Der Partner Newmont hat Barrick wegen angeblichen Missmanagements im gemeinsamen Nevada-Joint-Venture eine formelle Mängelrüge („Notice of Default“) zukommen lassen. Newmont argumentiert, dass die Leistung und der Vermögenswert in Nevada über die letzten sechs Jahre gelitten hätten.
Dieser Konflikt birgt Sprengkraft für die strategischen Pläne. Sollte der geplante Börsengang rechtlich als Kontrollwechsel gewertet werden, könnte Newmont versuchen, ein Vorkaufsrecht auf die Vermögenswerte geltend zu machen. Dies würde die geplante Struktur der „NewCo“ massiv stören.
Das Management steht nun unter Zugzwang. Während die Bilanzbereinigung abgeschlossen ist, bleibt die Umsetzung der Abspaltung die entscheidende Variable für die Bewertung der Aktie. Der weitere Kursverlauf im Jahr 2026 hängt maßgeblich davon ab, ob eine Einigung mit Newmont erzielt wird oder ob der Rechtsstreit die strategische Neuausrichtung blockiert.
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