Barrick Mining startet in eine der schwierigsten Wochen seit Jahren — mit einem Gerichtsstreit, der den Kern des Unternehmens bedroht, einem gebremsten Milliardenprojekt und einem Goldpreis auf Rekordniveau. Selten lagen Risiko und Chance so nah beieinander.
Newmont zieht vor Gericht
Das Herzstück des Konflikts ist das Nevada Gold Mines-Konsortium (NGM), das Barrick gemeinsam mit Newmont betreibt. Newmont hat seinem Partner eine Vertragsverletzung vorgeworfen: Ressourcen sollen systematisch aus dem Gemeinschaftsprojekt abgezogen worden sein, um Barricks eigenes Fourmile-Projekt zu begünstigen. Nach Ablauf einer 30-tägigen Frist ohne Einigung im März sind die Fronten verhärtet — vorläufige Anhörungen sind für Mai 2026 in Nevada angesetzt.
Was auf dem Spiel steht, ist enorm. RBC-Analyst Josh Wolfson schätzt, dass NGM für rund 60 Prozent von Barricks Marktwert steht. Barrick hält 61,5 Prozent an dem Konsortium, Newmont 38,5 Prozent. Der Streit gefährdet außerdem Barricks Plan, sein Nordamerika-Geschäft auszugliedern und noch in diesem Jahr einen Anteil von zehn bis 15 Prozent zu verkaufen — NGM wäre Teil dieser neuen Einheit.
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Reko Diq: Milliardenprojekt auf Eis
Als wäre der Rechtsstreit nicht genug, bremst Barrick auch sein Kupfer-Gold-Projekt Reko Diq in Pakistan. Wegen eskalierender Sicherheitsrisiken in der Region verlängert das Unternehmen die laufende Überprüfung bis Mitte 2027. Das Projekt soll über seine 37-jährige Laufzeit mehr als 70 Milliarden Dollar freien Cashflow generieren — dieser Horizont rückt nun weiter in die Ferne. Das Management warnt offen vor signifikanten Kostensteigerungen gegenüber dem bisherigen Budget.
Goldpreis als Puffer
Was die Lage für Barrick trotzdem erträglich macht: Gold notiert auf historischem Niveau. Der Preis kletterte zuletzt auf über 4.850 Dollar je Unze und verzeichnet damit die vierte Gewinnwoche in Folge. Bei prognostizierten All-in-Sustaining-Costs von 1.760 bis 1.950 Dollar je Unze für 2026 nähern sich die Margen 70 Prozent — ein Niveau, das in der vergangenen Dekade undenkbar gewesen wäre.
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An der Börse spiegelt sich die Gemengelage wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 59,35 CAD, ein Tagesplus von gut zwei Prozent. Über die vergangene Woche steht dennoch ein Minus von 1,5 Prozent — der Markt gewichtet die juristischen Risiken sichtbar schwerer als den Goldpreisrückenwind.
Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Neun Analysten vergeben im Schnitt ein „Strong Buy“-Rating mit einem Kursziel von 50,44 US-Dollar — das entspricht einem Aufwärtspotenzial von knapp 19 Prozent gegenüber dem letzten Kurs. Entscheidend wird sein, ob die Zahlen diese Erwartung stützen.
Am 11. Mai 2026 veröffentlicht Barrick seine Ergebnisse für das erste Quartal — vor Marktöffnung. Anleger werden genau prüfen, wie stark die Rekordgoldpreise tatsächlich in den freien Cashflow durchschlagen. Das Management hat eine Jahresproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen Gold in Aussicht gestellt, mit Schwergewicht im zweiten Halbjahr. Ob Nevada bis dahin zur Ruhe kommt, steht auf einem anderen Blatt.
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