Barrick Mining Aktie: Zunehmende Chancen

Barrick Mining meldet Rekordcashflow und erhöht die Dividende, doch ein Konflikt mit Partner Newmont um das Nevada-Joint-Venture gefährdet den geplanten Börsengang des Nordamerika-Geschäfts.

Barrick Mining Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekord-Cashflow und starke Gewinnsteigerung 2025
  • Neue Dividendenpolitik mit massiver Ausschüttungserhöhung
  • Streit mit Newmont um Joint Venture Nevada Gold Mines
  • Geplanter Börsengang des Nordamerika-Geschäfts in Gefahr

Barrick Mining hat ein außergewöhnliches Geschäftsjahr 2025 hinter sich: Rekordcashflow, eine neue Dividendenpolitik und ein geplanter Börsengang des Nordamerika-Geschäfts. Doch ausgerechnet das wertvollste Asset des Konzerns steht im Zentrum eines eskalierenden Streits mit Partner Newmont – und das könnte die ambitionierten Pläne empfindlich stören.

Rekordergebnisse und neue Dividendenpolitik

Das vierte Quartal 2025 lieferte den bisher höchsten Quartals-Cashflow der Unternehmensgeschichte. Der operative Cashflow erreichte 2,73 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow 1,62 Milliarden – ein Plus von 13 bzw. 9 Prozent gegenüber Q3. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 79 Prozent auf 1,04 US-Dollar. Für das Gesamtjahr wuchs der freie Cashflow um 194 Prozent, der Umsatz legte auf Jahressicht um 31 Prozent zu. Treiber war vor allem der gestiegene Goldpreis.

Parallel dazu hat Barrick seine Ausschüttungspolitik grundlegend neu aufgestellt. Künftig sollen 50 Prozent des freien Cashflows an die Aktionäre fließen – bestehend aus einer festen Quartalsdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie sowie einer jährlichen Zusatzkomponente. Für Q4 wurde eine Dividende von 0,42 US-Dollar je Aktie beschlossen, ein Anstieg von 140 Prozent gegenüber Q3. Auszahlung erfolgt am 16. März 2026. Hinzu kamen Aktienrückkäufe im Gesamtjahr von rund 51,9 Millionen Aktien für 1,5 Milliarden US-Dollar.

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Streit mit Newmont überschattet IPO-Pläne

Barricks strategisch wichtigstes Vorhaben ist der geplante Börsengang des Nordamerika-Geschäfts, der für Ende 2026 angepeilt wird. Das neue Vehikel soll Barricks Anteile am Joint Venture Nevada Gold Mines, das Fourmile-Projekt sowie die Pueblo-Viejo-Mine umfassen. Barrick will eine Minderheitsbeteiligung von 10 bis 15 Prozent an dem neuen Unternehmen verkaufen.

Genau hier liegt das Problem: Joint-Venture-Partner Newmont hat eine Vertragsverletzungsanzeige eingereicht. Newmont wirft Barrick vor, Ressourcen aus Nevada Gold Mines zugunsten des eigenen Fourmile-Projekts umgeleitet zu haben – ein angeblicher Verstoß gegen die 2019 geschlossene Joint-Venture-Vereinbarung. Barrick hält 61,5 Prozent an Nevada Gold Mines, Newmont 38,5 Prozent. RBC-Analyst Josh Wolfson schätzt, dass Nevada Gold Mines rund 60 Prozent von Barricks Marktwert ausmacht. Ohne eine Einigung dürfte der geplante IPO kaum in der vorgesehenen Form umsetzbar sein.

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Steigende Kosten und gedämpfte Produktionserwartungen

Die starken Ergebnisse kommen mit einem Wermutstropfen. Die All-in Sustaining Costs (AISC) stiegen im Gesamtjahr 2025 um 10 Prozent auf 1.637 US-Dollar je Unze. Für 2026 erwartet Barrick AISC zwischen 1.760 und 1.950 US-Dollar – auf Basis einer Goldpreisannahme von 4.500 US-Dollar je Unze. Die Produktionsprognose liegt bei 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen, nach tatsächlich 3,26 Millionen Unzen im Jahr 2025. Höhere Energie- und Betriebsmittelkosten sowie der Wiederanlauf der Loulo-Gounkoto-Mine nach der Rückgabe der Kontrolle im Dezember 2025 belasten die Kostenbasis.

Auf der Projektseite gibt es dagegen positive Signale: Das Fourmile-Projekt in Nevada verzeichnete zum zweiten Mal in Folge eine Verdoppelung der ausgewiesenen Goldressourcen auf nun 2,6 Millionen angezeigte und 13 Millionen abgeleitete Unzen. Der Baubeginn am Bullion Hill Decline ist für Q4 2026 geplant. Das Reko-Diq-Projekt in Pakistan und die Lumwana-Erweiterung in Sambia liegen im oder leicht vor dem Zeitplan.

Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 154 Prozent zugelegt und damit sowohl die Goldminenbranche als auch den S&P 500 deutlich übertroffen. Wie schnell der Streit mit Newmont beigelegt werden kann, wird maßgeblich darüber entscheiden, ob der geplante Nordamerika-IPO 2026 noch Realität wird.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.