Barry Callebaut enttäuscht den Markt mit einer massiven Senkung der Gewinnerwartungen. Während die Verkaufszahlen sinken, sorgt der Preisverfall bei Kakaobohnen für eine überraschende Entlastung in der Kasse. Anleger reagieren empfindlich auf die neuen Ziele für das laufende Geschäftsjahr.
Der Schokoladenriese meldete für die ersten sechs Monate einen Rückgang des Verkaufsvolumens um nahezu sieben Prozent auf 1,01 Millionen Tonnen. Der Umsatz sank parallel dazu auf 6,75 Milliarden Schweizer Franken. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen eine schwache Konsumentennachfrage und Produktionsprobleme in einem kanadischen Werk.
Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) gab um fast sechs Prozent auf 310,9 Millionen Franken nach. In der Folge revidierte der Konzern seine Prognose deutlich: Statt eines leichten Wachstums erwartet das Management nun einen Rückgang des EBIT um rund 15 Prozent. Marktteilnehmer reagierten prompt auf die Korrektur der Ziele.
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Die Börse quittierte die Nachricht mit einem Kurssturz von 17,17 Prozent auf 1.153,00 Euro. Dabei gab es operative Lichtblicke: Der ausgewiesene Nettogewinn kletterte auf 89,1 Millionen Franken, nachdem das Vorjahr extrem schwach ausgefallen war.
Ein Preissturz bei Kakaobohnen um 61 Prozent spülte parallel dazu massiv Liquidität in die Kassen. Der freie Cashflow belief sich auf rund 802 Millionen Franken, was Barry Callebaut konsequent zur Schuldentilgung nutzte. Die Nettoverschuldung sank dadurch signifikant auf 3,6 Milliarden Franken.
CEO Hein Schumacher bereitet nun den nächsten Schritt vor. Barry Callebaut rechnet für die zweite Jahreshälfte mit einer Rückkehr zu positivem Volumenwachstum, gestützt durch die gesunkenen Rohstoffkosten. Am 10. Juni will der Konzern die Details zur neuen strategischen Ausrichtung im Rahmen des Plans „Focus for Growth“ präsentieren.
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