Die BASF-Aktie beendet die Woche auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. Ein sattes Kursplus seit Jahresbeginn spricht eine deutliche Sprache. Die Papiere notieren weit über der 200-Tage-Linie von rund 46 Euro. Am kommenden Montag steht nun ein technischer Einschnitt an. Der Ex-Dividenden-Tag wird den Kurs optisch drücken.
Milliarden für die Aktionäre
Wer die Aktien am 30. April im Depot hatte, profitiert direkt. Die Hauptversammlung hat eine Dividende von 2,25 Euro beschlossen. Das entspricht exakt dem Vorjahresniveau. Am 6. Mai überweist der Chemiekonzern das Geld an seine Anteilseigner.
Parallel dazu stützt das Management den Kurs aktiv. Der Vorstand setzt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm um. Bis Juni will BASF den ersten Meilenstein von 1,5 Milliarden Euro erreichen. Das Ziel: Kapitalrückführungen im zweistelligen Milliardenbereich bis zum Jahr 2028.
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Mehr Menge, weniger Umsatz
Operativ zeigt das erste Quartal ein gemischtes Bild. Der Umsatz sank um drei Prozent auf 16 Milliarden Euro. Niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte bremsten die Entwicklung. Der starke US-Dollar und der chinesische Renminbi machten sich hier bemerkbar.
Trotz der Einbußen verkaufte BASF etwas mehr Volumen als im Vorjahr. Besonders die Nachfrage aus China stützte das Geschäft. Für das Gesamtjahr hält das Management an seiner Prognose fest. Der Konzern erwartet ein operatives Ergebnis zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro.
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Internationale Großaktionäre
Mehr als 900.000 Anteilseigner halten Papiere des Unternehmens. Auffällig ist die regionale Verteilung der institutionellen Investoren. Geldgeber aus den USA und Kanada kontrollieren rund 23 Prozent des Grundkapitals. Deutsche Institutionelle spielen mit einem Anteil von fünf Prozent nur eine Nebenrolle. BlackRock und The Capital Group sind die größten Einzelaktionäre.
Risiken und Wochenstart
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt der Konflikt im Nahen Osten. BASF warnt vor unkalkulierbaren Folgen für Energiepreise und globale Lieferketten. Am Montag wird der Fokus der Anleger jedoch auf der Kursreaktion liegen. Fällt der Dividendenabschlag von 2,25 Euro an, startet die Aktie rechnerisch tiefer. Hält die aktuelle Kaufbereitschaft an, könnten Investoren diese Lücke rasch wieder schließen.
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