BASF nutzt den schwachen Chemiezyklus für Kapitalpflege. Der Konzern kauft weiter eigene Aktien zurück und hat dabei eine sichtbare Marke überschritten. Für die Aktie kommt das in einer heiklen Phase: Operativ bleibt der Umsatz unter Druck, der Kurs hat aber schon viel Erholung eingepreist.
Rückkauf soll EPS stützen
In der vergangenen Handelswoche erwarb BASF 983.903 eigene Aktien. Seit November 2025 summiert sich der Rückkauf damit auf 25.316.978 Stück. Das laufende Teilprogramm umfasst bis zu 1,5 Milliarden Euro.
Die Logik dahinter ist klar. Weniger Aktien bedeuten, dass sich künftige Gewinne auf weniger Anteile verteilen. Das kann den Gewinn je Aktie stützen, auch wenn das Umfeld im Chemiesektor zäh bleibt.
BASF will die erworbenen Papiere einziehen. Damit sinkt das Grundkapital, und der Anteil der verbleibenden Aktionäre steigt rechnerisch. Für einen Zykliker ist das ein wichtiges Signal: Cash wird nicht nur gehortet, sondern gezielt zurückgeführt.
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Umsatz sinkt, Ergebnis hält
Die Zahlen zum ersten Quartal zeigen den Spagat. Der Gewinn je Aktie stieg auf 1,06 Euro, nach 0,91 Euro im Vorjahr. Das passt zum Ziel, die Ertragskraft je Anteil zu stabilisieren.
Beim Umsatz sieht das Bild schwächer aus. Die Erlöse sanken um 3,0 Prozent auf 16,02 Milliarden Euro, nach 16,51 Milliarden Euro im Vorjahr. Preisdruck und Währungseffekte bleiben damit spürbar.
Operativ halfen höhere Mengen, vor allem aus Asien. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag bei rund 2,4 Milliarden Euro. Soweit so gut. Die Qualität des Ergebnisses hängt aber weiter daran, ob BASF Preis- und Währungsdruck ausgleichen kann.
Aktie läuft voraus
Am Dienstag schloss die Aktie bei 52,35 Euro, ein Minus von 1,34 Prozent. Seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von 17,01 Prozent zu Buche. Das erklärt, warum kleinere Rücksetzer nicht automatisch Schwäche bedeuten.
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Technisch wirkt der Titel nicht billig abgekühlt. Der RSI liegt bei 83,9, der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt 12,57 Prozent. Das spricht eher für eine bereits weit gelaufene Erholung als für eine unentdeckte Turnaround-Story.
Die Analystenschätzungen liegen nah am aktuellen Kurs. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 51,22 Euro. Für das Gesamtjahr erwarten die Schätzungen einen Gewinn je Aktie zwischen 2,69 und 2,73 Euro.
Die Dividende blieb zuletzt konstant. Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 lag sie bei 2,25 Euro je Aktie. Zusammen mit dem Rückkaufprogramm setzt BASF damit klar auf planbare Kapitalrückgabe.
Für das laufende Jahr hält das Management an seiner Prognose fest. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro liegen.
Beim Free Cashflow peilt BASF eine Spanne von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro an. Am 29. Juli folgen die Zahlen zum zweiten Quartal; dann zählt vor allem, ob Mengenwachstum und Kostendisziplin den Preisdruck weiter abfedern.
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