BASF Aktie: Analyst vollzieht Kehrtwende

Die Privatbank Berenberg stuft BASF von 'Sell' auf 'Hold' hoch und hebt das Kursziel an. Politische Maßnahmen überlagern vorerst die strukturellen Branchenprobleme des Chemiekonzerns.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Hochstufung von Verkauf auf Halten
  • Kursziel wird deutlich angehoben
  • Politische Impulse als Haupttreiber
  • Fundamentale Branchenprobleme bleiben

Die Privatbank Berenberg revidiert ihre bisherige Einschätzung zur BASF-Aktie fundamental. Analyst Sebastian Bray stuft den Chemiekonzern von „Sell“ auf „Hold“ hoch und hebt das Kursziel von 38 auf 48 Euro an. Der Grund für den Sinneswandel: Politische Impulse könnten die strukturellen Branchenprobleme überlagern.

Dabei hatte Bray mit seiner pessimistischen These zunächst recht behalten. Seit seiner Verkaufsempfehlung Mitte Oktober 2025 sind die Konsensschätzungen für 2026 tatsächlich um etwa 15 Prozent gefallen. Schwache Marktentwicklung und massive Überkapazitäten, besonders aus China, drückten auf die Erwartungen.

Politischer Rückenwind verändert Lage

Doch die BASF-Aktie scherte sich wenig um die gesenkten Prognosen. Seit Jahresbeginn legte der Titel massiv zu und notiert aktuell bei 51,02 Euro. Am Dienstag kletterte die Aktie im Xetra-Handel zwischenzeitlich um weitere 0,51 Prozent.

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Der Treiber dieser Erholung: eine Impulsmischung aus deutschem Fiskalpaket und der möglichen Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate über 2026 hinaus. Berenberg verweist auf den Stahlsektor als Beispiel, wie weit eine Erholung allein dank politischer Unterstützung tragen kann.

Fundamentale Probleme bleiben bestehen

Die Hochstufung bedeutet allerdings keine Kaufempfehlung. Mit „Hold“ bleibt Berenberg neutral – ein Zeichen dafür, dass die fundamentalen Herausforderungen nicht verschwunden sind. Die Überkapazitäten auf den Chemikalienmärkten und der Preisdruck aus Fernost bleiben strukturelle Belastungen für BASF.

Der neue Optimismus basiert damit weniger auf operativer Stärke als auf der Hoffnung, dass die Politik die Rahmenbedingungen verbessert. Ob das ausreicht, um die Aktie nachhaltig zu stützen, wird sich zeigen müssen.

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