Der Coatings-Verkauf bringt knapp 5,8 Milliarden Euro — und BASF plant bereits, wie es das Geld einsetzt. Gleichzeitig drückt ein schwacher Dollar auf das laufende Quartalsergebnis. Beides trifft am 30. April aufeinander.
Lacksparte geht an Carlyle und QIA
Der Verkauf des Coatings-Geschäfts an den Finanzinvestor Carlyle, gemeinsam mit der Qatar Investment Authority, ist vertraglich besiegelt. Der Unternehmenswert der Transaktion liegt bei 7,7 Milliarden Euro. BASF erhält daraus rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern und behält eine Beteiligung von 40 Prozent an der Sparte. Der Abschluss ist für das zweite Quartal 2026 geplant, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.
Die Erlöse sind bereits zweckgebunden: Sie sollen das laufende Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro finanzieren, das noch bis Ende Juni 2026 läuft. Allein in der ersten Aprilwoche zog BASF weitere 228.500 eigene Aktien vom Markt. Seit dem Programmstart im November 2025 wurden bereits über 19 Millionen Anteile eingezogen — ein Mechanismus, der den Gewinn je Aktie schrittweise erhöht. Das Rückkaufprogramm ist Teil eines umfassenderen Plans: Bis Ende 2028 sollen insgesamt vier Milliarden Euro in Rückkäufe fließen.
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Währungsgegenwind trifft das erste Quartal
Auf der operativen Seite bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Der schwache US-Dollar könnte das EBITDA im ersten Quartal mit bis zu 200 Millionen Euro belastet haben. Hinzu kommen hohe Energiekosten in Europa und der Druck durch US-Zölle. Als Reaktion hat BASF das Kostensenkungsziel auf 2,3 Milliarden Euro angehoben — ursprünglich waren 2,1 Milliarden Euro geplant.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Konzern ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Die breite Spanne spiegelt vor allem die Unsicherheit rund um Wechselkurse wider.
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Hauptversammlung am 30. April als Weichenstellung
Am 30. April 2026 präsentiert BASF gleichzeitig die Quartalszahlen und lädt zur Hauptversammlung in Mannheim. Auf der Agenda stehen die Abstimmung über eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie sowie der formelle Beschluss zur Ausgliederung der Agrarsparte in eine eigenständige Europäische Aktiengesellschaft — als rechtliche Vorstufe für einen möglichen Börsengang im Jahr 2027.
Die Q1-Zahlen werden erstmals zeigen, wie stark die Währungsbelastung tatsächlich ins Ergebnis durchgeschlagen hat und ob die Kosteneinsparungen schnell genug greifen. Mit einem Plus von rund 22 Prozent seit Jahresbeginn und einem neuen 52-Wochen-Hoch heute bei 54,66 Euro hat die Aktie bereits viel Vorschusslorbeeren eingepreist — der 30. April wird zeigen, ob sie gerechtfertigt sind.
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