BASF zieht die Zügel deutlich straffer – und genau das sorgt an der Börse für Nervosität. Denn der neue Ausblick für 2026 bleibt vorsichtig, während das Marktumfeld weiter zäh wirkt. Wie glaubwürdig ist da eine stabile Dividende, wenn der freie Cashflow zuletzt nicht ausreichte?
Prognose 2026: Wenig Rückenwind eingeplant
Der Kern der aktuellen Diskussion ist der Jahresausblick. Für 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro. Gleichzeitig macht der Konzern klar: Im Basis-Szenario ist keine Markterholung eingerechnet.
Zusätzliche Belastung kommt aus dem ersten Quartal: BASF rechnet mit einem Währungsgegenwind von rund 200 Millionen Euro. Dazu passt die Einschätzung, dass der Jahresstart schleppend verlief – vor allem wegen schwächerer Nachfrage außerhalb Chinas und der Währungseffekte.
Am Kurs zeigt sich die Unsicherheit: Heute liegt die Aktie bei 46,36 Euro und damit zwar leicht im Plus (+1,07%), auf 7-Tage-Sicht steht aber ein Rückgang von 5,31%.
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2025: Schwächeres Kerngeschäft, Kosten als Gegengewicht
Schon die Zahlen für 2025 lieferten wenig Rückenwind. Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 9,5% auf 6,554 Milliarden Euro, der Umsatz ging um 2,9% auf 59,657 Milliarden Euro zurück. BASF nennt dabei unter anderem negative Währungseffekte sowie Währungs- und Margendruck als Belastungsfaktoren.
Immerhin: Die Kosteneinsparungen übertrafen laut Unternehmen die Ziele. Parallel liefen wichtige Investitionen in China und den USA weiter.
Sparprogramm und Umbau: Mehr Einschnitte, mehr Verkäufe
BASF verschärft das Kostenprogramm spürbar. Das jährliche Einsparziel bis Ende 2026 steigt von 1,6 auf 2,3 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Teil soll über Personalabbau kommen: Seit Ende 2023 wurden 4.800 Stellen gestrichen, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT sind geplant. Zusätzlich verlagert BASF Funktionen in kosteneffizientere Hubs nach Indien und Malaysia.
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Auch bei Investitionen wird gekürzt: Für 2026 bis 2029 sinken die Sachinvestitionen um 20% auf 13 Milliarden Euro.
Parallel läuft der Portfolioumbau. Das Geschäft mit optischen Aufhellern wurde Ende Februar an Catexel verkauft. Der Verkauf der Lacksparte soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Außerdem bereitet BASF die Agrarsparte für einen möglichen Börsengang bis 2027 vor. Ein Teil der Erlöse fließt in ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1,5 Milliarden Euro, das noch bis Ende Juni 2026 läuft.
Bei der Dividende bleibt BASF dennoch stabil: Geplant sind 2,25 Euro je Aktie (rund 2 Milliarden Euro insgesamt). Der Haken: Der Free Cashflow lag 2025 bei 1,34 Milliarden Euro und deckte die Ausschüttung damit nicht vollständig. Ex-Tag ist der 4. Mai 2026, Auszahlung am 6. Mai 2026.
Konkret im Blick steht als nächster Termin der 30. April 2026: Dann legt BASF Ergebnisse vor, außerdem findet die Hauptversammlung statt. Dort dürfte sich zeigen, wie der Konzern die Kombination aus Sparprogramm, Umbau und Dividendenlinie gegenüber den Aktionären untermauert.
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