BASF Aktie: Hinter den Kulissen

BASF-Aktionäre stimmen über die Abspaltung der Agrarsparte ab, während gleichzeitig Quartalszahlen und eine Dividendenausschüttung anstehen. Der Konzern steht vor einem entscheidenden Tag.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Abstimmung über Ausgliederung der Agrarsparte
  • Quartalszahlen unter Druck von Dollar und Nachfrage
  • Dividende von 2,25 Euro je Aktie geplant
  • Aktienrückkäufe im Milliardenumfang laufen

Am 30. April treffen bei BASF drei gewichtige Ereignisse auf einmal aufeinander: Hauptversammlung, Quartalszahlen und die Abstimmung über die Abspaltung der Agrarsparte. Selten verdichtet sich so viel auf einen einzigen Tag.

Agrarsparte auf dem Weg zur Eigenständigkeit

Die Aktionäre entscheiden, ob die Sparte Agricultural Solutions in eine eigenständige Tochtergesellschaft überführt wird. Das ist die Voraussetzung für einen geplanten Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse im Jahr 2027.

Ab Mai 2026 soll die neue Einheit operativ vollständig getrennt von BASF SE geführt werden. Die Muttergesellschaft bleibt bis zum IPO Alleineigentümerin. Livio Tedeschi, der die Sparte bereits seit 2022 leitet, übernimmt den eigenständigen Vorstand.

Branchenbeobachter halten den Schritt für strategisch sinnvoll. Agrochemie und Spezialchemie folgen unterschiedlichen Marktzyklen. Eine Trennung könnte beiden Einheiten erlauben, gezielter auf ihr jeweiliges Umfeld zu reagieren.

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Dividende, Rückkäufe und frisches Kapital

Zur Abstimmung steht eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie — aus einem Bilanzgewinn von rund 2,66 Milliarden Euro für 2025. Das entspricht einer Gesamtausschüttung von knapp zwei Milliarden Euro.

Parallel läuft ein milliardenschweres Rückkaufprogramm. Bis Mitte März 2026 erwarb BASF bereits rund 17,6 Millionen Aktien für 789 Millionen Euro. Das laufende Programm bis Juni 2026 umfasst bis zu 1,5 Milliarden Euro. Insgesamt plant der Konzern Rückkäufe von vier Milliarden Euro bis 2028.

Hinzu kommt der Verkauf des Coatings-Geschäfts an Carlyle. Der Abschluss soll im zweiten Quartal 2026 einen Mittelzufluss von rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern bringen.

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Gegenwind aus Dollar und schwacher Nachfrage

Die Q1-Zahlen werden zeigen, wie stark die Sparmaßnahmen bereits greifen. Der Ausblick ist belastet: Ein schwacher US-Dollar könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro drücken. Schwache Nachfrage aus der europäischen Automobil- und Baubranche verstärkt den Druck.

Das Management hat reagiert und das Sparprogramm verschärft. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Kosten um 2,3 Milliarden Euro sinken.

Die Einschätzungen der Analysten klaffen weit auseinander. Barclays bleibt bei „Underweight“ mit einem Kursziel von 40 Euro. Die Deutsche Bank stufte BASF zuletzt auf „Buy“ hoch und setzt das Kursziel auf 55 Euro.

Der Kurs steht aktuell bei 53,49 Euro — rund 20 Prozent über dem Jahresanfang und nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 54,70 Euro. Die Bewertung lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen am 30. April.

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