Ein überraschendes US-Gerichtsurteil zu verfassungswidrigen Zöllen eröffnet dem Chemiekonzern völlig neue finanzielle Perspektiven. Während das operative Geschäft mit Währungsgegenwind kämpft, füllen strategische Verkäufe und ein massives Rückkaufprogramm die Kassen. Diese Gemengelage treibt den Kurs direkt an eine massive charttechnische Hürde.
Unerwartete Finanzspritzen
Ein amerikanisches Handelsgericht hat die Rückerstattung verfassungswidriger Zölle angeordnet. Für die US-Regierung steht dabei eine Summe von bis zu 175 Milliarden Euro auf dem Spiel. BASF bereitet nun gemeinsam mit anderen internationalen Konzernen erhebliche Forderungen vor, um bereits gezahlte Gelder zurückzuholen.
Parallel nutzt das Management das aktuelle Marktumfeld für lukrative Portfoliobereinigungen. Die Reduzierung der Beteiligung am britischen Öl- und Gaskonzern Harbour Energy von gut 41 auf rund 35 Prozent spülte durch die hohe Nachfrage 252 Millionen Euro ein. Ironischerweise profitiert das Unternehmen bei diesem Teilverkauf von den hohen Energiepreisen, die das eigene Chemie-Kerngeschäft eigentlich belasten.
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Charttechnische Bewährungsprobe
Die Anleger honorieren diese Liquiditätszuflüsse deutlich. Am Freitag schloss das Papier bei 54,70 Euro und markierte damit ein frisches 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf beachtliche 22,26 Prozent. Damit erreicht der Titel genau jene kritische Marke von rund 55 Euro, an der er in den vergangenen drei Jahren mehrfach abprallte und anschließend deutliche Korrekturen hinnehmen musste.
Zusätzliche Unterstützung liefert das laufende Aktienrückkaufprogramm. Allein in der ersten Aprilwoche zog der Konzern weitere 228.500 Anteile vom Markt ein.
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Währungsrisiken dämpfen die Euphorie
Trotz der starken Kursentwicklung bleibt das operative Umfeld herausfordernd. Zwar federt die lokale Produktion in den USA direkte Zollrisiken weitgehend ab. Ein indirekter Faktor wiegt jedoch schwerer: Die anhaltende Schwäche des US-Dollars belastet die Bilanz spürbar. Schätzungen zufolge dürfte dieser negative Währungseffekt das operative Ergebnis allein im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro schmälern. Zudem entfallen im laufenden Jahr temporäre Sondereffekte aus vorgezogenen Bestellungen, die das Vorjahr noch gestützt hatten.
Die Weichen für die weitere strategische Ausrichtung werden am 30. April auf der Hauptversammlung in Mannheim gestellt. Neben der Abstimmung über eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie steht ein wegweisender Beschluss auf der Agenda: Die Ausgliederung der Agrarsparte in eine eigenständige Europäische Aktiengesellschaft. Dieser formelle Akt bildet die direkte rechtliche Vorstufe für einen möglichen Börsengang des Segments im Jahr 2027.
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