Rohstoffkosten, Energiepreise, Logistik — BASF kämpft gleich an mehreren Fronten gegen steigende Kosten. Die Antwort des Konzerns: eine umfangreiche Preiserhöhungsrunde, die mehrere Produktbereiche gleichzeitig trifft.
Bis zu 30 Prozent Aufschlag für Reinigungsprodukte
Den größten Schritt macht BASF im Bereich Home Care, Industrial & Institutional Cleaning sowie Industrial Formulators. Für diese Produktlinien erhöht der Konzern die Preise in Europa um bis zu 30 Prozent — bei ausgewählten Produkten noch darüber hinaus, mit sofortiger Wirkung. Auslöser sind volatile Rohstoffmärkte, steigende Logistikkosten sowie höhere Verpackungs- und Energieaufwendungen.
Gleichzeitig zieht BASF auch bei einzelnen Chemikalien die Preisschraube an: Ameisensäure verteuert sich um 250 Euro pro Tonne, Neopentylglykol um 350 Euro pro Tonne. Der Kostendruck durch den Iran-Krieg und die damit verbundenen hohen Öl- und Gaspreise trifft einen Konzern, der auf fossile Energieträger angewiesen ist, besonders direkt — und ist der unmittelbare Auslöser dieser Maßnahmen.
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Portfolioumbau läuft parallel
Neben den Preiserhöhungen schärft BASF weiter sein Portfolio. Das Aseptrol®-Technologieportfolio geht an Oxidium Technologies über, nachdem Ende Februar bereits das Geschäft mit optischen Aufhellungsmitteln an Catexel verkauft wurde. Finanzielle Details nannte der Konzern nicht. Das Kostensenkungsziel hat BASF inzwischen auf 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 angehoben — 200 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant.
Das geopolitische Umfeld belastet dennoch die Stimmung. Die Aktie gab heute rund 2,2 Prozent nach und notiert bei 46,53 Euro. Erschwerend kommt hinzu, dass BASFs Jahresprognose — ein EBITDA vor Sonderposten von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro — an ihrem oberen Ende den Analystenkonsens von 7,02 Milliarden Euro verfehlt. Zusätzlichen Gegenwind liefert ein schwacher US-Dollar, dessen Effekt das Unternehmen allein für das erste Quartal auf rund 200 Millionen Euro beziffert.
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Analysten mit extremer Bandbreite
Selten klafft die Einschätzung der Analysten so weit auseinander: J.P.-Morgan-Analyst Chetan Udeshi hält an seinem Underweight-Rating mit einem Kursziel von 36 Euro fest — dem niedrigsten unter den berichtenden Brokern — und sieht den Kurs von den Fundamentaldaten entkoppelt. Goldman-Sachs-Analystin Georgina Fraser kommt zum gegenteiligen Schluss: Sie bekräftigt ihr Buy-Rating mit einem Kursziel von 62 Euro und verweist auf BASFs strukturelle Kostenhebel sowie das langfristige Erholungspotenzial.
Ein möglicher Katalysator für frische Impulse kommt aus Asien. In Zhanjiang nahm BASF zu Jahresbeginn einen Steamcracker mit einer Jahreskapazität von einer Million Tonnen Ethylen in Betrieb — vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben und unterhalb des geplanten Budgets von 8,7 Milliarden Euro fertiggestellt. Die bevorstehende Chinaplas-Messe in Shanghai bietet dem Konzern nun die Plattform, seine Asien-Strategie öffentlich zu untermauern.
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