BASF Aktie: Sparen unter Druck

Der Chemiekonzern erhöht seine Einsparziele, senkt jedoch die Gewinnerwartungen für 2026. Währungseffekte und schwache Nachfrage belasten das operative Ergebnis.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • EBITDA-Prognose für 2026 unter Analystenerwartungen
  • Sparziel auf 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 erhöht
  • Dividende von 2,25 Euro je Aktie bleibt stabil
  • Aktienkurs notiert auf Jahressicht im Minus

BASF verschärft seinen Umbaukurs – und dämpft gleichzeitig die Gewinnerwartungen für 2026. Der Chemiekonzern bewegt sich dabei in einem schwierigen Spannungsfeld: Während das Management konsequent auf Kostensenkung setzt, belasten Währungseffekte, schwache Nachfrage und geopolitische Unsicherheiten das operative Ergebnis.

Prognose verfehlt Analystenerwartungen

Für 2026 stellt BASF-Chef Markus Kamieth ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro liegt damit deutlich unter den Analystenerwartungen von rund 7,0 Milliarden Euro. Eine konjunkturelle Belebung oder eine Entspannung geopolitischer Spannungen erwartet Kamieth kurzfristig nicht.

Zusätzlich belastet die Schwäche des US-Dollars die Zahlen: Allein im ersten Quartal könnte dieser Währungseffekt das operative Ergebnis um bis zu 200 Millionen Euro schmälern.

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Stellenabbau, Investitionskürzungen, Portfolioumbau

Der Restrukturierungskurs ist dabei alles andere als halbherzig. Seit Ende 2023 hat BASF bereits 4.800 Stellen abgebaut. Das jährliche Einsparziel wurde von 1,7 Milliarden Euro (erreicht Ende 2025) auf 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 angehoben. Verwaltungs- und IT-Funktionen werden kosteneffizient nach Indien und Malaysia verlagert.

Parallel kürzt der Konzern seine Sachinvestitionen für die Jahre 2026 bis 2029 um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro. Beim Portfolioumbau schreitet BASF ebenfalls voran: Der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern ist bereits abgeschlossen, die Lacksparte soll im zweiten Quartal folgen.

Dividende stabil – trotz angespanntem Cashflow

Trotz des operativen Drucks hält BASF an der Dividende von 2,25 Euro je Aktie fest, mit Ex-Dividenden-Tag am 4. Mai 2026. Problematisch dabei: Der Free Cashflow deckte die Ausschüttung 2025 mit 1,34 Milliarden Euro nicht vollständig ab. Für 2026 plant das Management mit 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro – ob der obere Rand erreichbar ist, hängt maßgeblich von der Umsetzung des Sparprogramms ab.

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Parallel läuft das im November 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm weiter: In der Woche vom 2. bis 6. März kaufte BASF rund 3,6 Millionen eigene Aktien zurück.

An der Börse spiegelt sich die verhaltene Stimmung wider. Die Aktie notiert mit rund 46,30 Euro knapp unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 47,06 Euro und liegt auf Jahressicht rund zehn Prozent im Minus.

Die Hauptversammlung am 30. April 2026 in Mannheim dürfte zeigen, wie Aktionäre den Reformkurs bewerten – und ob das Management seinen ambitionierten Einsparzielen auf Kurs liegt.

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