BASF Aktie: Sparziele übertroffen

Der Chemiekonzern verkauft seine Lacksparte für 7,7 Milliarden Euro und nutzt die Mittel für Aktienrückkäufe. Gleichzeitig übertrifft er seine Kostensenkungsziele und erhöht Preise um bis zu 30 Prozent.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf der Lacksparte für 7,7 Milliarden Euro
  • Aktienrückkäufe im Wert von 1,5 Milliarden Euro geplant
  • Kosteneinsparungen von 1,7 Milliarden Euro erreicht
  • Preiserhöhungen für Amin-Produkte um bis zu 30%

Aktienrückkäufe, ein Milliardenverkauf und Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent — BASF setzt gleich auf mehreren Feldern gleichzeitig um. Das Bild, das der Chemiekonzern derzeit zeichnet, ist das eines Unternehmens im aktiven Umbau.

Coatings-Verkauf finanziert Rückkäufe

Den finanziellen Spielraum schafft sich BASF vor allem durch den Verkauf der Lacksparte an Carlyle und die Qatar Investment Authority für 7,7 Milliarden Euro. Der Mittelzufluss vor Steuern beläuft sich auf rund 5,8 Milliarden Euro — Geld, das direkt ins Rückkaufprogramm fließt. Bis Juni 2026 will der Konzern eigene Aktien im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro erwerben, zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Allein in der Woche vom 16. bis 20. März kaufte BASF weitere 15.000 eigene Aktien zu Kursen um 48 Euro zurück. Seit Programmstart im November 2025 summiert sich der Bestand auf über 18 Millionen Aktien.

Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen, das Grundkapital entsprechend herabgesetzt — ein klassisches Instrument zur Steigerung des Gewinns je Aktie.

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Kostensenkung übertrifft Erwartungen

Auf der Kostenseite kommt BASF schneller voran als geplant. Bis Ende 2025 erreichte der Konzern bereits jährliche Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro — 100 Millionen Euro mehr als vorgesehen. Bis Ende 2026 sollen es 2,3 Milliarden Euro werden, statt der ursprünglich angesteuerten 2,1 Milliarden Euro.

Gleichzeitig hebt BASF die Preise für sein Standard-Amin-Portfolio in Europa um bis zu 30 Prozent an, mit sofortiger Wirkung. Als Begründung nennt der Konzern gestiegene Kosten bei Rohstoffen, Energie und Logistik infolge des Konflikts im Nahen Osten. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die Erhöhung die Produktionskosten für aminbasierte Pflanzenschutzmittel wie Herbizide nach oben treiben dürfte.

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Prognose bleibt unter Konsens

Trotz der operativen Fortschritte fällt der Ausblick für 2026 eher vorsichtig aus. BASF erwartet ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro — die Obergrenze liegt knapp unter dem durchschnittlichen Analystenkonsens von 7,02 Milliarden Euro. Zusätzlich belastet der schwächere US-Dollar: Allein im ersten Quartal könnte der Währungseffekt rund 200 Millionen Euro betragen.

Die Aktie notierte gestern bei 50,56 Euro und damit nur rund zwei Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Am 29. und 30. April legt BASF die Zahlen für das erste Quartal vor — dann zeigt sich, wie viel von Sparkurs und Preiserhöhungen tatsächlich in der Marge ankommt. Die Dividende soll mit 2,25 Euro je Aktie stabil bleiben.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.