Aktienrückkäufe, ein Milliardenverkauf und Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent — BASF setzt gleich auf mehreren Feldern gleichzeitig um. Das Bild, das der Chemiekonzern derzeit zeichnet, ist das eines Unternehmens im aktiven Umbau.
Coatings-Verkauf finanziert Rückkäufe
Den finanziellen Spielraum schafft sich BASF vor allem durch den Verkauf der Lacksparte an Carlyle und die Qatar Investment Authority für 7,7 Milliarden Euro. Der Mittelzufluss vor Steuern beläuft sich auf rund 5,8 Milliarden Euro — Geld, das direkt ins Rückkaufprogramm fließt. Bis Juni 2026 will der Konzern eigene Aktien im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro erwerben, zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Allein in der Woche vom 16. bis 20. März kaufte BASF weitere 15.000 eigene Aktien zu Kursen um 48 Euro zurück. Seit Programmstart im November 2025 summiert sich der Bestand auf über 18 Millionen Aktien.
Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen, das Grundkapital entsprechend herabgesetzt — ein klassisches Instrument zur Steigerung des Gewinns je Aktie.
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Kostensenkung übertrifft Erwartungen
Auf der Kostenseite kommt BASF schneller voran als geplant. Bis Ende 2025 erreichte der Konzern bereits jährliche Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro — 100 Millionen Euro mehr als vorgesehen. Bis Ende 2026 sollen es 2,3 Milliarden Euro werden, statt der ursprünglich angesteuerten 2,1 Milliarden Euro.
Gleichzeitig hebt BASF die Preise für sein Standard-Amin-Portfolio in Europa um bis zu 30 Prozent an, mit sofortiger Wirkung. Als Begründung nennt der Konzern gestiegene Kosten bei Rohstoffen, Energie und Logistik infolge des Konflikts im Nahen Osten. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die Erhöhung die Produktionskosten für aminbasierte Pflanzenschutzmittel wie Herbizide nach oben treiben dürfte.
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Prognose bleibt unter Konsens
Trotz der operativen Fortschritte fällt der Ausblick für 2026 eher vorsichtig aus. BASF erwartet ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro — die Obergrenze liegt knapp unter dem durchschnittlichen Analystenkonsens von 7,02 Milliarden Euro. Zusätzlich belastet der schwächere US-Dollar: Allein im ersten Quartal könnte der Währungseffekt rund 200 Millionen Euro betragen.
Die Aktie notierte gestern bei 50,56 Euro und damit nur rund zwei Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Am 29. und 30. April legt BASF die Zahlen für das erste Quartal vor — dann zeigt sich, wie viel von Sparkurs und Preiserhöhungen tatsächlich in der Marge ankommt. Die Dividende soll mit 2,25 Euro je Aktie stabil bleiben.
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