BASF liefert beim Umbau schneller als erwartet — und enttäuscht trotzdem. Der Chemiekonzern übertraf seine Einsparziele für 2025, doch die Prognose für das laufende Jahr blieb hinter den Markterwartungen zurück. Ein schwieriges Umfeld in Europa und China lässt wenig Spielraum für Optimismus.
Restrukturierung mit Tempo
Das Sparprogramm kommt schneller voran als geplant. Bis Ende 2025 erzielte BASF jährliche Kosteneinsparungen von 1,7 Milliarden Euro — 100 Millionen mehr als ursprünglich angepeilt. Bis Ende 2026 sollen es 2,3 Milliarden Euro werden. Seit Ende 2023 fielen bereits 4.800 Stellen weg, Funktionen werden nach Indien und Malaysia verlagert, Sachinvestitionen bis 2029 um 20 Prozent zurückgefahren.
Gleichzeitig bereinigt BASF sein Portfolio: Der Verkauf der Sparte für optische Aufheller an Catexel wurde Ende Februar abgeschlossen. Auf der anderen Seite kauft das Unternehmen im Agrarbereich zu — die Übernahme des Bioinsektizid-Spezialisten AgBiTech aus Texas soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.
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Prognose verfehlt Erwartungen
Beim Ausblick für 2026 reagierten Anleger zurückhaltend. BASF erwartet ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro — der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro liegt damit spürbar unter der Konsensschätzung von rund 7,0 Milliarden Euro. Zusätzlich droht allein durch die Schwäche des US-Dollars eine Ergebnisbelastung von bis zu 200 Millionen Euro im ersten Quartal.
Strukturell bleibt das europäische Geschäft schwierig: schwache Nachfrage in Bau, Automobil und Konsumgüter, hoher Importdruck und steigende Energiekosten lasten auf den Margen. In China erwartet BASF zwar weiterhin Wachstum — gestützt durch Exporte der Kundenindustrien —, doch auch dort bleibt der Gegenwind durch US-Zölle und veränderte Handelsströme spürbar.
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Aktienrückkauf und Dividende als Stabilitätssignal
Trotz des schwachen Free Cashflows von 1,34 Milliarden Euro im Jahr 2025, der die Dividende von 2,25 Euro je Aktie nicht vollständig abdeckte, hält BASF an der Ausschüttungshöhe fest. Für 2026 plant das Management mit einem Free Cashflow von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro. Das laufende Aktienrückkaufprogramm — gestartet im November 2025 — kaufte allein in der Woche vom 2. bis 6. März über 3,5 Millionen eigene Aktien zurück.
Die Aktie notiert mit rund 48 Euro knapp oberhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts von 44,61 Euro, hat sich damit vom April-Tief bei 39,76 Euro deutlich erholt. Am 30. April folgen Hauptversammlung und Q1-Bericht — dann zeigt sich, ob das Restrukturierungstempo auch bei den Ergebnissen ankommt.
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