Am 30. April entscheiden BASF-Aktionäre über einen der größten Umbauschritte der Konzerngeschichte. Die Abstimmung über die Ausgliederung der Agrarsparte fällt mit dem Quartalsbericht und einer Dividendenentscheidung zusammen — ein voller Terminkalender, der den Kurs in beide Richtungen bewegen kann.
Nunhem bekommt 40 Millionen Euro
Kurz vor der Hauptversammlung setzt BASF ein klares Signal für das Agrargeschäft. Das Gemüsesaatgut-Unternehmen Nunhems investiert 40 Millionen Euro in seinen niederländischen Hauptsitz. Die Anlage wächst von rund 20.000 auf etwa 26.000 Quadratmeter. Gebaut wird ab dem zweiten Quartal 2026, fertig soll alles Ende 2028 sein.
Der Ausbau zielt auf mehr Kapazität und bessere Logistik. Nunhems bietet rund 1.200 Saatgutsorten in 20 Kulturen an und bringt jedes Jahr 80 bis 100 neue Sorten auf den Markt. Die steigende globale Nachfrage nach Gemüsesaatgut soll künftig zuverlässiger bedient werden. Nach Fertigstellung laufen die Anlagen vollständig mit erneuerbarer Energie.
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Die Investition ist kein Zufall. Die Agrarsparte soll als eigenständige Gesellschaft an der Frankfurter Börse notiert werden. BASF will Mehrheitsaktionär bleiben. Das Geschäft erzielte 2025 einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro — groß genug für ein eigenständiges Leben.
Quartalszahlen mit Gegenwind
Der 30. April bringt auch den ersten Blick auf das Q1-Ergebnis. Die Vorzeichen sind gemischt. Der schwache Dollar könnte das operative Ergebnis um bis zu 200 Millionen Euro belastet haben. Schwache Nachfrage aus der Automobil- und Baubranche drückt ebenfalls.
Auf der Kostenseite sieht es besser aus. BASF hat bereits 1,7 Milliarden Euro eingespart — mehr als ursprünglich geplant. Das neue Ziel liegt bei 2,3 Milliarden Euro jährlich bis Ende 2026.
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Die Aktie notiert aktuell bei 52,70 Euro und damit rund 27 Prozent über dem Jahrestief vom Juli 2025. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 18 Prozent.
Carlyle-Deal verschafft Munition
Parallel läuft der Verkauf des Automobillack-Geschäfts an Carlyle und die Qatar Investment Authority. Der Deal soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. BASF erwartet daraus Vorsteuermittelzuflüsse von rund 5,8 Milliarden Euro. Ein Großteil fließt in das laufende Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro, das bis Ende Juni 2026 läuft.
Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung außerdem einer Dividende von 2,25 Euro je Aktie für 2025 zustimmen. Stimmen sie dem Spin-off zu, rückt der Börsengang der Agrarsparte einen entscheidenden Schritt näher — und BASF wird schlanker, fokussierter und für Investoren neu bewerbar.
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