Der Chemiekonzern BASF reagiert auf die andauernde Flaute in der Branche. Angesichts eines schwachen Vorjahres und einer enttäuschenden Prognose für 2026 verschärft das Management die Sparmaßnahmen drastisch. Doch wie lässt sich eine milliardenschwere Dividende rechtfertigen, wenn das operative Geschäft diese derzeit gar nicht abwirft?
Die jüngsten Geschäftszahlen untermauern den Handlungsdruck. Im Jahr 2025 sank das operative Ergebnis (EBITDA) um 9,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Wer auf eine schnelle Trendwende gehofft hatte, wurde von CEO Markus Kamieth enttäuscht. Die Prognose für 2026 liegt mit einem anvisierten Mittelwert von erneut 6,6 Milliarden Euro spürbar unter den Schätzungen der Analysten, die im Vorfeld mit rund sieben Milliarden Euro gerechnet hatten. Da eine konjunkturelle Belebung auf sich warten lässt und der schwache US-Dollar die Erträge zusätzlich drückt, reagierten Anleger verhalten. Die Aktie beendete den Handel am Freitag mit einem Abschlag von 2,35 Prozent bei 45,24 Euro.
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Dividenden-Lücke zwingt zur Kürzung
Genau diese schwache operative Entwicklung führt zu einem offensichtlichen Problem bei der Gewinnausschüttung. Obwohl der freie Cashflow 2025 lediglich 1,34 Milliarden Euro betrug, hält BASF an einer stabilen Dividende von 2,25 Euro je Aktie fest. Da die Ausschüttung insgesamt rund zwei Milliarden Euro kostet, deckt der Mittelzufluss die Pläne nicht ab.
Um die Lücke zu schließen und die Profitabilität zukünftig wieder aus eigener Kraft zu sichern, erhöht der Vorstand das jährliche Einsparziel bis Ende 2026 signifikant auf 2,3 Milliarden Euro. Neben einem Abbau von bereits 4.800 Stellen seit Ende 2023 streicht der Konzern zudem die Sachinvestitionen der kommenden Jahre um ein Fünftel zusammen und verlagert Verwaltungsfunktionen ins Ausland.
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Konzernumbau und Ausblick
Parallel zu den tiefgreifenden Kostensenkungen treibt das Management die strategische Neuausrichtung des Portfolios voran. Während das Geschäft mit optischen Aufhellern bereits im Februar 2026 veräußert wurde, soll die Lacksparte im zweiten Quartal folgen. Für die Agrarsparte bereitet BASF zudem einen möglichen Börsengang für das Jahr 2027 vor. Erste Erlöse aus den Verkäufen stützen derzeit ein noch bis Ende Juni laufendes Aktienrückkaufprogramm.
Eine spürbare Erholung des globalen Marktumfelds erwartet der Konzern ohnehin frühestens im kommenden Jahr. Angesichts eines Kursverlusts von über 16 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht wird das Management auf der anstehenden Hauptversammlung am 30. April in Mannheim detailliert darlegen müssen, dass die weitreichenden Einschnitte ausreichen, um das Unternehmen profitabel durch die anhaltende Branchenkrise zu manövrieren.
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