BASF Aktie: Trinamix vor dem Aus?

Der Chemiekonzern BASF stellt seine Tochtergesellschaft Trinamix auf den Prüfstand und erwägt einen Verkauf. Parallel dazu senkt JPMorgan das Kursziel für die Aktie deutlich.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Strategische Prüfung der Tochtergesellschaft Trinamix
  • Führungswechsel an der Spitze von Trinamix
  • JPMorgan senkt Kursziel auf 36 Euro
  • Aktie zeigt sich trotz Neuigkeiten robust

Der Ludwigshafener Chemiekonzern krempelt sein Portfolio um. Am Montag verkündete BASF, dass die Tochtergesellschaft Trinamix auf den Prüfstand kommt. Der Verkauf einzelner Geschäftsfelder steht im Raum – ein weiterer Schritt in der neuen Konzernstrategie, die eine kompromisslose Fokussierung auf das Kerngeschäft vorsieht.

Die Ansage kommt nicht aus heiterem Himmel. Trinamix entwickelt Lösungen für biometrische Bildgebung und mobile Materialanalyse – Bereiche, die laut Konzernführung schlicht nicht zum Kerngeschäft passen. Das 2015 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeiter und hält über 800 Patente. Doch Patente allein schaffen keine Rendite, wenn die strategische Passung fehlt.

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Führungswechsel bei Trinamix

Parallel zur strategischen Neuausrichtung vollzieht BASF einen Führungswechsel an der Spitze der Tochter. Der bisherige Geschäftsführer schied am 26. Januar 2026 aus, sein Nachfolger Lothar Laupichler kommt aus dem globalen Electronic-Materials-Geschäft des Konzerns. Die Marschrichtung ist klar: Restrukturierung, Kosteneffizienz und Wertoptimierung stehen im Vordergrund.

Die Börse zeigt sich von den Neuigkeiten zunächst unbeeindruckt. Via XETRA legte die Aktie am Montag um 0,37 Prozent auf 46,27 Euro zu. Der Titel hat sich zuletzt erstaunlich robust präsentiert – selbst die enttäuschenden Eckdaten für das vierte Quartal aus der Vorwoche konnten den leichten Aufwärtstrend nicht stoppen.

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JPMorgan drückt auf die Bremse

Doch nicht alle teilen den Optimismus der Anleger. JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi senkte am Montagabend sein Kursziel auf 36 Euro. Seine Begründung: Die schwachen Q4-Zahlen dürften die ohnehin bereits massiv reduzierten operativen Ergebnisschätzungen für 2026 weiter nach unten drücken. Udeshis Diagnose fällt deutlich aus: BASF habe sich fundamental von der Kursentwicklung abgekoppelt und sei nun einer der teuersten Zykliker der gesamten Chemiebranche.

Die Schere zwischen Bewertung und operativer Realität öffnet sich. Während der Konzern an seiner strategischen Neuausrichtung arbeitet und Ballast abwirft, bleibt die Frage: Reicht das Tempo der Transformation aus, um die hohen Erwartungen der Börse zu rechtfertigen?

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