BASF Aktie: Überraschend gute Aussichten!

BASF treibt die operative Trennung seiner Agrarsparte voran und setzt auf milliardenschwere Aktienrückkäufe. Der Gewinn steigt trotz Umsatzrückgang.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Agricultural Solutions wird operativ eigenständig
  • Börsengang der Agrarsparte für 2027 geplant
  • Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft
  • Jahresprognose trotz Umsatzminus bestätigt

Der Chemiekonzern baut radikal um. Während die Nachfrage in Europa schwächelt, treibt BASF die Abspaltung seiner milliardenschweren Agrarsparte voran. An der Börse setzt sich der Erholungskurs fort. Am Freitag schloss die Aktie bei 51,54 Euro und eroberte damit die 50-Tage-Linie zurück. Seit Jahresbeginn steht ein solides Plus von rund 15 Prozent auf der Kurstafel.

Agricultural Solutions geht eigene Wege

Die Hauptversammlung hat Ende April den Weg freigemacht. Ab Mai agiert der Bereich Agricultural Solutions operativ getrennt von der Muttergesellschaft. Unter der Führung von Tedeschi bereitet sich die Einheit auf einen geplanten Börsengang in Frankfurt vor. Dieser ist für das Jahr 2027 anvisiert.

Das Geschäft ist groß genug für ein eigenständiges Leben. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt 9,6 Milliarden Euro positioniert sich BASF als weltweite Nummer drei hinter Bayer und Corteva. Der Mutterkonzern plant, auch nach einem möglichen Listing die Mehrheit zu behalten. Die Ausgliederung soll der Tochtergesellschaft mehr operative Freiheit verschaffen. Parallel dazu kann sich die Konzernspitze wieder stärker auf das industrielle Kerngeschäft fokussieren.

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Gewinn steigt trotz Umsatzdelle

Im operativen Geschäft zeigt sich ein gemischtes Bild. Im ersten Quartal sank der Umsatz um knapp acht Prozent auf rund 16 Milliarden Euro. Niedrigere Preise und starke Währungseffekte bremsten das Wachstum.

Der Gewinn je Aktie kletterte indes spürbar auf 1,06 Euro. Finanzchef Elvermann verwies auf Währungsbelastungen von über 100 Millionen Euro. Ohne diesen Gegenwind hätte das operative Ergebnis das Vorjahresniveau erreicht.

Im gleichen Schritt stützt das Management den Kurs durch Aktienkäufe. Ein milliardenschweres Rückkaufprogramm läuft noch bis Ende Juni. Bis Mitte März hatte der Konzern bereits Papiere für knapp 789 Millionen Euro erworben.

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Dieses Paket ist Teil einer langfristigen Strategie. Bis Ende 2028 sollen eigene Aktien für insgesamt vier Milliarden Euro zurückgekauft werden.

Jahresziele bleiben bestehen

Trotz der aktuellen Herausforderungen hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest. Für das Gesamtjahr erwartet BASF ein operatives Ergebnis zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Geopolitische Unsicherheiten bleiben ein ständiger Begleiter. Der Konzern warnt vor unkalkulierbaren Risiken durch den Nahost-Konflikt, die Energiepreise und Lieferketten belasten könnten.

Hinzu kommen strukturelle Hürden. In den USA und der EU rechnet das Management mit einer anhaltend schwachen Nachfrage nach Chemieprodukten. Vor allem in Europa drückt ein hoher Importdruck auf die Margen. Konkrete Zahlen zur weiteren Geschäftsentwicklung liefert der Sommer. Voraussichtlich am 29. Juli wird BASF die Bücher für das zweite Quartal öffnen.

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