BASF Aktie: Überraschend unsicher?

Der Chemiekonzern BASF setzt sein Aktienrückkaufprogramm nur mit minimalem Volumen fort, während hohe Energiekosten in Deutschland zu einer strategischen Verlagerung ins Ausland führen.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Minimaler Aktienrückkauf von nur 21.000 Stück
  • Hohe Energiekosten drücken Margen in Deutschland
  • Strategische Verlagerung von Kapazitäten ins Ausland
  • Vergleich zeigt extrem lange Rückkaufdauer

Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen setzt sein Aktienrückkaufprogramm fort – allerdings nur in homöopathischen Dosen. Während andere DAX-Konzerne derzeit Milliarden in eigene Papiere stecken, läuft bei BASF ein Programm, das eher an Pflichtübung erinnert. Gleichzeitig drücken hohe Energiekosten in Deutschland aufs Geschäft.

Magere 21.000 Aktien in einer Woche

In der Woche vom 9. bis 13. Februar hat BASF gerade einmal 21.113 eigene Aktien zurückgekauft. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei rund 48,35 Euro. Gekauft wurde ausschließlich am Montag, den restlichen vier Handelstagen ruhte das Programm komplett. Seit Programmstart am 3. November 2025 summiert sich das Volumen nun auf knapp 12,1 Millionen Aktien.

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Zum Vergleich: Bei der aktuellen Rate würde BASF etwa 16 Jahre brauchen, um nur ein Prozent der ausstehenden Aktien zurückzukaufen. Die Signalwirkung für Anleger dürfte entsprechend überschaubar sein. Der Konzern beauftragt eine Bank mit dem Rückkauf über die elektronischen Handelssysteme der Frankfurter Börse.

Energiekosten treiben BASF ins Ausland

Deutlich brisanter als der Aktienrückkauf ist die strategische Neuausrichtung des Konzerns. BASF zählt zu den größten Stromverbrauchern Deutschlands – und leidet massiv unter den hiesigen Energiepreisen. Die Konsequenz: Der Konzern verlagert zunehmend Kapazitäten ins Ausland, unter anderem nach Indien.

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Die Rechnung ist einfach: Während Konkurrenten in anderen Regionen von günstiger Energie profitieren, frisst der Standortnachteil Deutschland die Margen auf. Besonders bitter wird es, wenn künftig noch mehr KI-Rechenzentren ans Netz gehen und zusätzlich Strom nachfragen. Denn während Datenzentren kurzfristig auf Gas setzen und langfristig auf Atomkraft hoffen, bleibt für energieintensive Industrie wie BASF wenig übrig außer steigenden Preisen.

Der DAX startete unterdessen freundlich in die neue Woche und wurde am Montagmorgen bei 24.955 Punkten taxiert. Allerdings bleiben die US-Börsen wegen des Feiertags „Washington’s Birthday“ geschlossen, auch in China wird nicht gehandelt. Für BASF dürfte die Woche damit ruhig verlaufen – zumindest was den Handel betrifft. Die strukturellen Probleme bleiben.

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Über Dieter Jaworski 1495 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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