BASF Aktie: Umbau beschleunigt sich

Der Chemiekonzern treibt die Neuausrichtung voran, erwartet Milliarden aus dem Lackspartenverkauf und setzt Preiserhöhungen durch. Die Hauptversammlung entscheidet über die Ausgliederung der Agrarsparte.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf der Lacksparte bringt 5,8 Milliarden Euro
  • Sparziel für 2026 auf 2,3 Milliarden Euro angehoben
  • Preise für Standard-Amine steigen um bis zu 30%
  • Hauptversammlung stimmt über Agrarsparten-Ausgliederung ab

Der Chemieriese drückt beim Konzernumbau gewaltig aufs Tempo. Während der Verkauf der Lacksparte auf die Zielgerade einbiegt, bereitet das Management bereits den nächsten strategischen Meilenstein vor. Gleichzeitig greifen ab heute deutliche Preiserhöhungen, die die Profitabilität im laufenden Quartal absichern sollen.

Milliarden-Zufluss und ehrgeizige Sparziele

Im zweiten Quartal rechnet der Vorstand mit dem Abschluss des Verkaufs der Coatings-Sparte an den Finanzinvestor Carlyle. Bei einem Transaktionswert von 7,7 Milliarden Euro erwartet BASF einen Vorsteuerzufluss von rund 5,8 Milliarden Euro, wobei ein Anteil von 40 Prozent im Konzern verbleibt.

Flankiert wird dieser Kapitalzufluss von einem strikten Kostenmanagement. Das aktuelle Sparprogramm liefert schnellere Ergebnisse als ursprünglich geplant. Bereits Ende 2025 verzeichnete das Unternehmen jährliche Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro. Folgerichtig hob das Management das Ziel für das Jahr 2026 auf 2,3 Milliarden Euro an. Ergänzt wird diese strategische Ausrichtung durch eine frisch aktualisierte ESG-Investmentstory, die institutionellen Investoren die Fortschritte bei der Kreislaufwirtschaft und CO₂-Reduktion aufzeigt.

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Signifikante Preisanpassungen in Europa

Um die Margen im operativen Geschäft zu schützen, setzt der Konzern ab dem heutigen 1. April spürbare Preiserhöhungen durch. Im europäischen Standard-Amin-Portfolio steigen die Preise um bis zu 30 Prozent. Verantwortlich für diesen Schritt sind laut Unternehmensangaben gestiegene Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten, die unmittelbar mit dem Nahost-Konflikt zusammenhängen. Begleitet werden diese operativen Maßnahmen von einem planmäßigen Wechsel in der Führungsebene: Thomas Biegi übernimmt ab heute die Leitung der Unternehmenskommunikation und berichtet direkt an CEO Markus Kamieth.

Hauptversammlung als Katalysator

Am Aktienmarkt spiegelt sich diese konsequente Neuausrichtung in einer soliden Aufwärtsbewegung wider. Gestern markierte der Titel bei 52,74 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch, bevor er am heutigen Mittwoch gewinnmitnahmebedingt leicht um 1,67 Prozent auf 51,86 Euro korrigierte.

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Der nächste fundamentale Prüfstein folgt am 30. April. Auf der Hauptversammlung stimmen die Anteilseigner über die formelle Ausgliederung des Agricultural-Solutions-Geschäfts ab. Dieser Schritt dient als direkte Vorbereitung für einen geplanten Börsengang der Agrarsparte an der Frankfurter Wertpapierbörse, bei dem BASF die Mehrheit behalten will.

Am selben Tag wird der Konzern die Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Dann wird anhand konkreter Daten sichtbar, inwieweit die eingeleiteten Preisinitiativen und das beschleunigte Sparprogramm die Bilanz bereits stützen. Zudem steht am 30. April die finale Abstimmung über die vorgeschlagene Dividende von 2,25 Euro je Aktie auf der Agenda.

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