Der weltgrößte Chemiekonzern dämpft die Erwartungen für das laufende Jahr. Während das Management wegen geopolitischer Risiken und veränderter Handelsströme eine vorsichtige Prognose ausgibt, treibt BASF den internen Umbau konsequent voran. Ein gezielter Zukauf im Agrarbereich verdeutlicht, wie das Unternehmen der Branchenkrise entkommen will.
Schwaches Umfeld bremst Gewinnerwartungen
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die BASF-Führung mit einem operativen Ergebnis (EBITDA) zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelwert dieser Spanne verfehlt die bisherigen Markterwartungen. Verantwortlich für die Zurückhaltung sind in erster Linie höhere US-Zölle, die globale Warenströme umleiten und den Wettbewerbsdruck verschärfen. Gleichzeitig belasten anhaltend hohe Energiekosten am europäischen Heimatmarkt die Absatzvolumina in wichtigen Abnehmerbranchen wie dem Automobil- und Maschinenbau.
Flucht in margenstarke Geschäfte
Als Reaktion auf die strukturellen Probleme forciert der Konzern die Verlagerung energieintensiver Anlagen aus Europa und fokussiert sich auf renditestärkere Sparten. Ein konkreter Baustein dieser Strategie ist die jüngst vereinbarte Übernahme von AgBiTech. Das von der Private-Equity-Firma Paine Schwartz Partners erworbene Unternehmen ist auf die biologische Insektenkontrolle spezialisiert. Mit Produktionsstätten in den USA, Australien und Brasilien stärkt BASF damit gezielt die wachsende und weniger zyklische Sparte Agricultural Solutions.
Aktienrückkäufe stützen den Kurs
Am Aktienmarkt wird der laufende Konzernumbau bislang moderat positiv aufgenommen. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von 7,55 Prozent und ging am Freitag bei 48,12 Euro aus dem Handel. Zusätzliche Stabilität liefert das laufende Aktienrückkaufprogramm, über das allein in der ersten Märzwoche mehr als 3,5 Millionen Anteilscheine erworben wurden.
Der nächste konkrete Prüfstein für die operative Entwicklung datiert auf den 30. April 2026. An diesem Tag präsentiert der Konzern die Zahlen für das erste Quartal und hält die Hauptversammlung in Mannheim ab. Aktionäre, die sich die Dividende von 2,25 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr sichern wollen, müssen die Papiere spätestens vor dem Ex-Tag am 4. Mai im Depot halten.
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