BASF Aktie: Volles Programm!

Trotz Währungsbelastung und hoher Energiekosten treibt BASF Kostensenkungen, Preiserhöhungen und ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm voran. Der Konzern bereitet zudem die Ausgliederung seines Agrargeschäfts vor.

BASF Aktie
Kurz & knapp:
  • Schwacher Dollar belastet Quartalsergebnis um 200 Mio. Euro
  • Kostensenkungsziel auf 2,3 Milliarden Euro angehoben
  • Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent für Amin-Portfolio
  • Aktienrückkäufe im Wert von vier Milliarden Euro bis 2028

Ein schwacher Dollar, steigende Energiekosten, verhaltene Nachfrage — und trotzdem läuft bei BASF gerade erstaunlich viel auf Hochtouren. Der Chemiekonzern stemmt sich mit Preiserhöhungen, Kostensenkungen und einem milliardenschweren Rückkaufprogramm gegen den Gegenwind.

Währung frisst Gewinne

Der schwache US-Dollar dürfte das operative Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten. Das trifft eine ohnehin vorsichtige Jahresprognose: Für 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro liegt spürbar unter der Konsensschätzung von rund 7,0 Milliarden Euro — eine Lücke, die Anleger im Blick behalten.

Hinzu kommen anhaltend hohe Energiekosten in Europa sowie eine schwache Nachfrage aus der Auto- und Bauindustrie. Das Umfeld bleibt eng.

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Kostenschraube und Preisoffensive

Das Management reagiert auf mehreren Ebenen. Das Kostensenkungsziel wurde auf 2,3 Milliarden Euro angehoben — ursprünglich waren 2,1 Milliarden Euro geplant. Bis Ende 2025 erzielte BASF bereits Einsparungen von rund 1,7 Milliarden Euro jährlich, 100 Millionen mehr als zunächst angepeilt.

Parallel zieht der Konzern die Preise an. Für das Standard-Amin-Portfolio in Europa — darunter Ethanolamine, Ethylenamine und Methylamine — gilt mit sofortiger Wirkung eine Erhöhung von bis zu 30 Prozent. Auch die Pharma-Sparte erhöht die Preise für pharmazeutische Hilfsstoffe und ausgewählte Wirkstoffzutaten.

Rückkäufe, Verkauf und Börsengang

Das laufende Aktienrückkaufprogramm nimmt weiter Fahrt auf. Allein in der ersten Aprilwoche zog BASF weitere 228.500 eigene Anteile ein. Seit dem Start im November wurden bereits über 19 Millionen Aktien zurückgekauft — Bestandteil eines Plans, der bis 2028 mindestens vier Milliarden Euro umfasst.

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Frische Liquidität kommt aus dem Verkauf der Coatings-Sparte an Carlyle: Der Deal soll im zweiten Quartal rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern einbringen.

Auf der Hauptversammlung am 30. April in Mannheim stimmen die Aktionäre über die formelle Ausgliederung des Agrargeschäfts ab — ein vorbereitender Schritt für den geplanten Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse. BASF bleibt dabei Mehrheitsaktionär; das Agrargeschäft soll als eigenständige Europäische Aktiengesellschaft positioniert werden.

Der Q1-Bericht wird erstmals konkret zeigen, ob Einsparungen und Preiserhöhungen ausreichen, um die Währungsbelastung in der Bilanz zu kompensieren. Die Aktie notiert mit einem Plus von rund 22 Prozent seit Jahresbeginn auf einem neuen 52-Wochen-Hoch.

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