Während der globale Handelsstreit die Schlagzeilen dominiert, kämpft der Ludwigshafener Chemiekonzern an einer ganz anderen Front. Nicht drohende US-Zölle bereiten dem Management aktuell Kopfzerbrechen, sondern die anhaltende Schwäche des US-Dollars. Diese Währungseffekte treffen auf ein Unternehmen, das kurz vor einer historischen Umstrukturierung steht.
Devisenmärkte belasten das Quartalsergebnis
Die direkte Verwundbarkeit durch amerikanische Importzölle hält sich für den Konzern in Grenzen, da 80 bis 90 Prozent der in den USA verkauften Waren direkt vor Ort produziert werden. Viel schwerer wiegt der Gegenwind an den Devisenmärkten. Allein im ersten Quartal dürfte der schwache US-Dollar das operative Ergebnis um bis zu 200 Millionen Euro schmälern. Hinzu kommen anhaltend hohe Energiekosten in Europa sowie eine verhaltene Nachfrage aus der Auto- und Bauindustrie. Diese Gemengelage bremste den Kurs heute leicht aus, der um 1,02 Prozent auf 51,40 Euro nachgab.
Um diesen operativen Belastungen entgegenzuwirken, drückt Finanzchef Dirk Elvermann beim internen Sparprogramm aufs Tempo. Bis Ende 2025 wurden die Kosten bereits um rund 1,7 Milliarden Euro gesenkt – und damit um 100 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. Bis Ende 2026 soll das jährliche Einsparvolumen auf 2,3 Milliarden Euro anwachsen. Parallel stützt das Unternehmen die eigene Bewertung durch kontinuierliche Aktienrückkäufe. Seit November 2025 wurden bereits über 19 Millionen Anteilsscheine erworben und eingezogen, was den Gewinn je Aktie rechnerisch verdichtet.
Richtungsentscheidung im April
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 30. April 2026. An diesem Tag stehen bei der Hauptversammlung in Mannheim mehrere konkrete Entscheidungen auf der Agenda:
- Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Quartal
- Abstimmung über eine Dividende von 2,25 Euro je Aktie (Auszahlung am 6. Mai)
- Formeller Beschluss zur Ausgliederung des Agricultural-Solutions-Geschäfts
Die geplante Übertragung der Agrarsparte auf eine eigenständige Europäische Aktiengesellschaft bildet den rechtlichen Rahmen für einen möglichen Börsengang im Jahr 2027. Mit der Zustimmung der Aktionäre zu dieser Abspaltung leitet BASF den strukturellen Umbau des Gesamtkonzerns formell ein.
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