Blockierte Handelswege und explodierende Ölpreise bereiten der Industrie normalerweise Sorgen. Bei BASF sorgt die angespannte Lage am Persischen Golf hingegen für Rückenwind. Der Ludwigshafener Chemiekonzern verzeichnet steigende Verkaufspreise bei Kunststoffen und profitiert von seiner Unabhängigkeit von nahöstlichen Ölimporten.
Analysten heben Prognosen vor Quartalszahlen an
Diese Sonderkonjunktur spiegelt sich auf dem Kurszettel wider. Die Aktie notiert aktuell bei gut 54 Euro und damit nur knapp unter ihrem Jahreshoch. Seit Januar summiert sich das Kursplus auf 21 Prozent.
Im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen positionieren sich die Experten neu. Goldman Sachs, Bernstein und Berenberg haben ihre Erwartungen für das erste Jahresviertel nach oben korrigiert. Sie verweisen auf deutlich verbesserte Margen im Kerngeschäft, das im Vorjahr noch unter Druck stand.
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Investitionen sinken, Gewinnziele im Fokus
Für das laufende Jahr rechnet das Management um CEO Markus Kamieth mit einem bereinigten operativen Ergebnis zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Interessant dabei: Diese Spanne basiert auf einem Ölpreis von 65 US-Dollar. Aktuell liegt die Notierung deutlich darüber.
Mittelfristig peilt der Vorstand höhere Sphären an. Bis 2028 soll das operative Ergebnis auf neun bis elf Milliarden Euro klettern. Die Gesamtkapitalrendite soll sich im gleichen Zeitraum auf etwa zehn Prozent verdoppeln.
Parallel dazu drosselt der Konzern sein Bautempo. Bis 2029 fließen geplante 13 Milliarden Euro in Sachanlagen — ein Rückgang um rund 30 Prozent. Etwa die Hälfte dieser Mittel ist für den europäischen Heimatmarkt reserviert.
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Börsengang und Staatsgarantien stützen die Bilanz
Abseits des Tagesgeschäfts treibt BASF den Umbau voran. Für die Agrarsparte bereitet das Unternehmen einen Teil-Börsengang vor, der für 2027 auf der Agenda steht. In Asien gewinnt der neue Verbundstandort im chinesischen Zhangjiang an Gewicht. Die Region Greater China soll künftig rund ein Fünftel zum Gesamtumsatz beisteuern.
Zusätzliche finanzielle Beinfreiheit liefert das ehemalige Öl- und Gasgeschäft. Aus Staatsgarantien im Zusammenhang mit Wintershall erwartet das Unternehmen im laufenden Jahr Zuflüsse von 800 Millionen Euro.
Die erste echte Bewährungsprobe für die angehobenen Erwartungen folgt in wenigen Tagen. Am kommenden Donnerstag öffnet BASF die Bücher für das erste Quartal. Das Zahlenwerk wird offenlegen, in welchem Umfang die höheren Verkaufspreise die Margen im operativen Geschäft tatsächlich stützen.
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