Hauptversammlung, Quartalszahlen und die Abstimmung über den größten Konzernumbau seit Jahren — BASF packt das alles auf einen einzigen Tag. Für Aktionäre wird der 30. April zur entscheidenden Momentaufnahme, wie gut der Chemiekonzern seinen strategischen Wandel mit dem operativen Alltag vereinbaren kann.
Drei Ereignisse, ein Tag
Um 7:00 Uhr morgens veröffentlicht BASF die Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2026. Drei Stunden später beginnt die Hauptversammlung im Congress Center Rosengarten in Mannheim. Die Aktionäre stimmen damit über die Abspaltung der Agrarsparte Agricultural Solutions ab — noch bevor die Zahlen verdaut sind.
Der Agrar-Spin-off ist das Kernstück des Umbaus. Ab dem 1. Mai 2026 soll die Sparte unter Livio Tedeschi, der sie bereits seit 2022 führt, operativ vollständig eigenständig geführt werden. Die Muttergesellschaft bleibt bis zum geplanten Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse im Jahr 2027 Alleineigentümerin. Stimmen die Aktionäre wie erwartet zu, reduziert sich die Konzernkomplexität erheblich.
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Währungsgegenwind und Preiserhöhungen
Die Q1-Zahlen erscheinen in einem schwierigen Umfeld. Ein schwächerer US-Dollar könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten. Als Gegenmaßnahme hebt BASF weltweit die Preise für Kunststoffadditive an — Antioxidantien, Prozessstabilisatoren und Lichtstabilisatoren sind betroffen, mit Aufschlägen von bis zu 20 Prozent je nach Produkt und Region.
Finanzchef Dirk Elvermann hat darauf hingewiesen, dass 80 bis 90 Prozent der in den USA verkauften Waren direkt vor Ort produziert werden — eine Struktur, die den Konzern vor den unmittelbaren Folgen des Handelskonflikts schützt.
Parallel dazu hat BASF kurz vor dem Wochenende eine Kapazitätserweiterung für HALS- und NOR-HALS-Lichtschutzmittel an den Standorten Lampertheim und Pontecchio Marconi in Italien angekündigt. Als Wachstumsmärkte nennt das Unternehmen explizit China, Vietnam und Thailand.
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Dividende und Rückkauf
Für einkommensorientierte Anleger folgen nach der HV zwei weitere Termine: Der Ex-Tag für die vorgeschlagene Dividende von 2,25 Euro je Aktie ist der 4. Mai, die geplante Auszahlung der 6. Mai. Das laufende Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro läuft bis Juni 2026 und ist Teil eines größeren Rahmens von 4 Milliarden Euro bis 2028. Bis Mitte März hatte BASF bereits Aktien für rund 789 Millionen Euro zurückgekauft.
Die Aktie notiert aktuell bei 54,32 Euro und hat seit Jahresbeginn gut 21 Prozent zugelegt — knapp unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 54,70 Euro.
Für das Gesamtjahr 2026 stellt BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Der Mittelwert liegt damit unter der Konsensschätzung von rund 7,0 Milliarden Euro. Ob Preiserhöhungen und Kapazitätsinvestitionen diese Lücke schließen können, zeigen die Zahlen am frühen Donnerstagmorgen.
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