Die DZ Bank hat heute Medienberichten zufolge den fairen Wert für Bayer von 60 auf 64 Euro angehoben und „Kaufen“ bestätigt. Analyst Peter Spengler verweist auf operative Stabilisierung, Schuldenabbau und Fortschritte bei den US-Rechtsrisiken. Die Bayer-Aktie steigt heute um 2,8%.

Analysten würdigen operative Entwicklung

Goldman Sachs erhöhte gestern Medienberichten zufolge das Kursziel von 63,50 auf 66 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. Als Begründung nennt der Bericht die Wachstumsaussichten im Pharmageschäft und die Quartalsergebnisse.

Bayer hatte am Dienstag einen verbesserten Jahresausblick vorgelegt. Der Konzernumsatz erreichte im dritten Quartal 2026 einen Wert von 10,053 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg auf 1,615 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte der berichtete Umsatz um 4,1 Prozent zu, das bereinigte operative Ergebnis um 6,9 Prozent.

Prozesserfolg und Fortschritte bei Medikamenten

Bei den US-Rechtsstreitigkeiten meldete Bayer am 30. Oktober einen einstimmigen Erfolg der Tochter Monsanto vor einem Gericht in Missouri. Im Fall Theresa Aretino et al. konnten die Kläger nach Unternehmensangaben ihre Ansprüche nicht beweisen. Laut Bayer war dies der erste verhandelte Roundup-Fall seit der Entscheidung des US Supreme Court im Fall Durnell.

Am 26. Oktober meldete Bayer zudem die chinesische Zulassung für Asundexian. Das Mittel soll das Schlaganfallrisiko nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-TIA verringern.

Bereits am 24. Oktober hatte Bayer Zwischenergebnisse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP veröffentlicht. Bei Prostatakrebspatienten mit hohem Rezidivrisiko senkte Darolutamid zusammen mit ADT und Strahlentherapie das Risiko für Metastasen oder Tod um 58 Prozent. Vergleichsmaßstab war Placebo zusammen mit ADT und Strahlentherapie.

Die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 sind für den 24. Februar 2027 angekündigt.