Jefferies hat gestern das Kursziel für Bayer von 46 auf 48,50 Euro angehoben, die Einstufung aber bei „Hold“ belassen. Medienberichten zufolge kalkuliert das Analysehaus mit Ergebnissen am unteren Ende von Bayers Jahreszielspanne. Als weiteren Belastungsfaktor nannte es den noch ausstehenden Abschluss des Glyphosat-Vergleichsverfahrens.

Die Aktie gab gestern um 0,7% nach. Der Bericht über die Jefferies-Analyse nennt mögliche Belastungsfaktoren, belegt jedoch keine eindeutige alleinige Ursache für den Rücksetzer.

Unterschiedliche Bewertungen des Pharmageschäfts

Optimistischer fiel die Einschätzung der UBS am Mittwoch aus: Sie erhöhte ihr Kursziel von 62 auf 66 Euro. Die Kaufempfehlung bestätigte das Haus und verwies zur Begründung auf Bayers Pharmageschäft und dessen Wachstumsaussichten.

Bayer hatte am Dienstag für das dritte Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 10,053 Milliarden Euro gemeldet. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 1,615 Milliarden Euro.

Der Umsatz legte nominal um 4,1 Prozent zu, währungs- und portfolioadjustiert betrug das Wachstum 1,9 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 6,9 Prozent.

Unter dem Strich stand allerdings ein Konzernergebnis von minus 0,7 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 0,31 Euro.

Weitere Daten zu Asundexian angekündigt

Für die AHA Scientific Sessions vom 6. bis 9. November 2026 kündigte Bayer am Dienstag neue Daten zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Niere und Schlaganfall an. Dazu zählt eine späte Präsentation einer explorativen nachträglichen Analyse der Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE zu Asundexian.

Am 26. Oktober hatte Bayer die chinesische Zulassung von Asundexian unter dem Markennamen Sunharbo zur Sekundärprävention von Schlaganfällen gemeldet. Das Unternehmen bezeichnete das Mittel als weltweit ersten zugelassenen Faktor-XIa-Hemmer.