Für Bayer beginnt die wohl wichtigste Woche der jüngeren Unternehmensgeschichte. Am Freitag treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung, am Montag folgt der Gang vor den US Supreme Court. Es geht um Altlasten und um die Frage, ob der Konzern sein größtes juristisches Risiko endlich einkapseln kann. Die Aktie schloss am Montag bei 41,36 Euro. Zwar steht auf Jahressicht noch ein sattes Plus von 91 Prozent auf der Kurstafel, aktuell signalisiert ein RSI-Wert von 23,3 aber eine überverkaufte und angespannte Situation.
Das Glyphosat-Ultimatum
Am 27. April verhandeln die obersten US-Richter den Fall Roundup. Im Kern steht ein juristischer Hebel: Bayer argumentiert, dass das Bundesgesetz FIFRA staatliche Warnpflichten für das Herbizid aushebelt. Folgt das Gericht dieser Linie, wären Zehntausende Klagen wegen fehlender Krebswarnhinweise hinfällig. Bisherige Instanzen hatten dies mehrheitlich abgelehnt.
Bislang kostete der Monsanto-Erwerb den Konzern über 11 Milliarden US-Dollar an Vergleichen und Strafen. Für laufende Verfahren liegen weitere 11,8 Milliarden Euro bereit. Rückenwind bekommt Leverkusen überraschend aus dem Weißen Haus. Die Trump-Administration unterstützt Bayers Position und kassiert damit die konträre Haltung der Vorgängerregierung ein.
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Personalwechsel und Milliardenabfluss
Drei Tage vor dem Gerichtstermin bittet das Management am 24. April zur virtuellen Hauptversammlung. Aktionäre sollen eine Minimaldividende von 0,11 Euro abnicken. Parallel dazu formiert sich der Aufsichtsrat neu. Marcel Smits und Alfred Stern ersetzen Paul Achleitner und Colleen Goggins.
Operativ hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest, auch weil mögliche US-Strafzölle auf Medikamente durch Handelsabkommen auf 15 Prozent gedeckelt sind. Der freie Cashflow gerät im laufenden Jahr dennoch massiv unter Druck. Das Management rechnet allein für Glyphosat-Vergleiche mit Abflüssen von rund fünf Milliarden Euro.
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Pharma-Sparte liefert ab
Abseits der Gerichtssäle sendet das operative Geschäft robuste Signale. Das Nieren- und Herzmedikament Kerendia verzeichnete zuletzt ein währungsbereinigtes Wachstum von 88 Prozent. Hier peilt Bayer langfristig Spitzenumsätze von mehr als drei Milliarden Euro an.
Auch der Hoffnungsträger Asundexian macht Fortschritte. In einer zulassungsrelevanten Studie mit über 12.000 Teilnehmern senkte der Gerinnungshemmer das Schlaganfallrisiko um 26 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Wirkstoff bereits den Fast-Track-Status verliehen.
Der Terminkalender bleibt eng getaktet. Am 12. Mai präsentiert Bayer die Quartalszahlen, gefolgt vom 4. Juni als Stichtag für Kläger-Ausstiege aus dem landesweiten Vergleich. Das endgültige Urteil des Supreme Court fällt voraussichtlich bis zum Sommer. Dann herrscht Klarheit, ob der Leverkusener Konzern seine größte finanzielle Wunde dauerhaft schließen kann.
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