Für Bayer geht eine wichtige Woche zäh los. Heute verlor sie bislang- 2,3 % und sackte durch auf nur noch 35,68 Euro. Sie kämpft also mit dem GD100, der inzwischen unterkreuzt ist und versucht, die 200-Tage-Linie zu verteidigen. Das gelingt derzeit nicht gut. Dabei warten die Börsen wohl auf den 4.6. Dann läuft die Vergleichsfrist im Glyphosat-Fall in den USA aus.
Dann kann es zu einer neuen Bewertung der Aktie kommen. Dafür werden sich vor allem die Analysten interessieren.
Denn bemerkenswert ist, dass der jüngste Kursrückgang zeitgleich mit mehreren positiven Analystenkommentaren erfolgt. Jefferies erhöhte Ende Mai das Kursziel von 34 auf 40 Euro und bestätigte die Einstufung „Hold“. Die DZ Bank bekräftigte ihre Kaufempfehlung und erhöhte den fairen Wert auf 51 Euro. Barclays hob das Kursziel auf 50 Euro an und beließ die Aktie auf „Overweight“.
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Die Börse bewertet die Bayer nun anders
Der Abstand zwischen Börsenkurs und Analystenkonsens fällt entsprechend groß aus. Das durchschnittliche Kursziel der 19 Analysten liegt bei 49,47 Euro. Gegenüber dem letzten Schlusskurs am Freitag noch ergibt sich daraus ein rechnerisches Potenzial von 35,43 %.
Die Börse bewertet jedoch weiterhin die Rechtsrisiken in den Vereinigten Staaten. In den aktuellen Nachrichten stehen wie beschrieben Glyphosat-Verfahren und weitere Klagen gegen Bayer im Mittelpunkt. Mehrere Marktberichte verweisen darauf, dass die offenen Rechtsfragen weiterhin als Belastungsfaktor wahrgenommen werden.
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Auch die Kursentwicklung der vergangenen Monate zeigt diese Zurückhaltung. Auf Sicht von drei Monaten verlor die Aktie 12,14 %. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 3,59 %. Damit blieb Bayer hinter dem Gesamtmarkt zurück, obwohl die operative Entwicklung stabiler erscheint als die Kursentwicklung vermuten lässt.
Die Fundamentaldaten sprechen zumindest nicht für eine überzogene Bewertung. Für 2026 wird ein Umsatz von 45,54 Milliarden Euro erwartet. Das prognostizierte Nettoergebnis liegt bei 2,15 Milliarden Euro. Das erwartete KGV von 15,6 sinkt für 2027 auf 11,8.
Also: Abwarten auf den 4. Juni, so würden es Trader vielleicht sehen. Analysten sind sehr viel zuversichtlicher!
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