Die Bayer-Aktie steht juristisch etwas unter Druck. Die Börsen lassen sich hier indes noch nicht viel anmerken. Die Kurse sind heute leicht auf über 42 Euro gestiegen. Damit ist die Aktie noch immer klar im Aufwärtstrend und es lässt sich vermuten, dass weiterhin rund 50 Euro als Kursziel möglich sind. Chartanalysten sind hier der Meinung, dies sei ein rundes Ziel.
Nun sind einige Kläger dazu übergegangen, die bisherige Einigung von Bayer/Monsanto im Glyphosat-Streit anzuzweifeln. Sie wollen juristisch die Einigung verzögern. Die Börsen haben sich am Mittwoch noch nicht daran gestört.
Bayer ist noch auf der sicheren Seite
Diese juristischen Lasten standen am selben Tag neben neuen Debatten über mögliche US-Zollerhöhungen. In Fachkreisen berichteten Marktteilnehmer über mögliche politische Maßnahmen, die auf einen breiteren Zollsatz für Handelspartner zielen könnten. Solche Diskussionen treffen exportorientierte Branchen und wirken sich direkt auf globale Pharma- und Chemiekonzerne aus, zu denen Bayer gehört. In Summe ergab sich daraus ein Umfeld, in dem der Titel unter Druck geriet.
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Trotz dieser Belastungen hielten an anderer Stelle fundamentale Elemente dem entgegen. Analysten hatten kurz zuvor Kursziele von bis zu etwa 50 Euro oder sogar 51 Euro genannt, basierend auf erwarteten Quartalszahlen und einem weiterhin positiven längerfristigen Trend. Die Bewertung beruht auf dem breiten Geschäftsportfolio des Konzerns, das neben Pflanzenschutzmitteln auch verschreibungspflichtige Medikamente, Gesundheitsprodukte und Saatgut umfasst. In verschiedenen Studien und Marktkommentaren erschien dieses Portfolio als tragfähige Basis für künftige Erträge.
Am Ende also ist der Aufwärtslauf über die vergangenen Wochen zumindest nicht in dem Sinne beendet, dass die Kursentwicklung jetzt gefährdet wäre. Es deutet viel daraufhin, dass die Notierungen sich deutlich weiter aufwärts schieben könnten, wenn die Zolldebatte beendet würde und der Glyphosat-Streit endgültig beigelegt wäre.
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