Bayer erlebt derzeit eine Phase erheblichster Unsicherheit. Am Dienstag verlor das Papier auf Xetra 3,53 % und fiel auf 33,85 Euro. Zwischenzeitlich waren die Notierungen sogar bis auf 32,96 Euro abgesackt. Damit setzt sich die Schwäche der vergangenen Tage fort. Bereits zum vierten Mal in Folge stand die Aktie unter Druck.
Auslöser der jüngsten Verkäufe sind vor allem neue Diskussionen rund um den milliardenschweren Glyphosat-Vergleich. Im Mittelpunkt steht ein Vergleichsmodell im Umfang von 7,25 Milliarden US-Dollar, das die Vielzahl bestehender und zukünftiger Klagen wegen Non-Hodgkin-Lymphomen regeln soll. Zwar wurde die Vereinbarung bereits vorläufig akzeptiert, die endgültige Zustimmung steht jedoch noch aus.
Bayer: Die Befürchtungen sind nun ausgesprochen groß!
Für zusätzliche Nervosität sorgt die Frage, welches Gericht letztlich über den Fall entscheiden wird. Nach Berichten könnte das Verfahren vor ein Bundesgericht in Kalifornien verlagert werden. An den Märkten wird dies kritisch gesehen, da dortige Richter Bayer in vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit eher skeptisch begegnet sein sollen. Das Unternehmen selbst widerspricht dieser Sichtweise und will sich gegen eine solche Verlegung wehren. Nach Angaben eines Sprechers bestehen weiterhin gute Argumente dafür, das Verfahren wieder vor das zuständige Staatsgericht in Missouri zu bringen.
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Bemerkenswert ist dabei, dass die Börse aktuell offenbar bereits erhebliche Risiken einpreist, obwohl noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist. Die Unsicherheit ist zweifellos eine Belastung, gleichzeitig bleibt die Möglichkeit einer für Bayer günstigen Lösung weiterhin bestehen.
Auch aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild eingetrübt. Mit dem Rückgang auf knapp 34 Euro wurde der GD200 unterschritten. Damit hat sich das technische Umfeld zunächst verschlechtert und zusätzliche Verkaufsimpulse ausgelöst.
Demgegenüber steht das Votum der Analysten. Die erwarten aktuell noch immer Kurse von rund 49 Euro. Wer hat Recht?
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