Aktuell gerät Bayer wieder minimal unter Druck. Die Aktie ist heute auf nur noch rund 43,50 Euro gefallen, bleibt aber klar im laufenden Aufwärtstrend! Zum einen will Donald Trump die Zölle weltweit auf 15 % festsetzen, bezogen auf ausländische Importeure in den USA. Zum anderen geht es noch um Glyphosat. Ein zentraler Punkt dabei ist der Vorschlag eines Sammelvergleichs in den USA, der auf die Klagen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup abzielt. Dieser Vereinbarungsvorschlag umfasst Zahlungen von bis zu 7,25 Mrd. US-Dollar und soll Abläufe über einen Zeitraum von bis zu 21 Jahren regeln. Zur Deckung dieser Verpflichtungen erhöhte Bayer seine Rückstellungen von 7,8 auf 11,8 Mrd. Euro, was sich auf die finanzielle Struktur des Unternehmens auswirkt. Diese Erhöhung löst in Kombination mit anstehenden Gerichtsentscheidungen intensive Diskussionen über die künftige Rechtslage aus.
Während dieser juristische Prozess weiterläuft, reagiert der Aktienkurs empfindlich. Innerhalb einer Handelswoche fiel der Kurs um mehrere Prozentpunkte. Vor dem Montag waren es 6 %. Diese Bewegungen stehen im Zusammenhang mit einer erhöhten Unsicherheit über die endgültige Genehmigung des Vergleichs durch den zuständigen Circuit Court in St. Louis, Missouri. Ohne diese gerichtliche Bestätigung bleibt der Status des Vergleichs vorläufig, was die Marktreaktion beeinflusst.
Bayer: Sie warten noch etwas ab
Zusätzlich drückt die Einschätzung der Ratingagenturen auf die Stimmung. Eine bedeutende Agentur setzte den Ausblick auf „Negativ“, was die Belastungen durch anhaltende Konfrontationen mit Klägerseite betonte. Diese Einschätzung basiert auf der anhaltenden Rechtsunsicherheit, trotz des vereinbarten Vergleichsrahmens. Die verstärkte Betonung der Risiken durch institutionelle Kreditwächter verdeutlicht, wie eng die juristischen Fragen mit der Bewertung der Unternehmensfinanzen verknüpft sind.
Auf der anderen Seite wird aktuell sicher noch der Aufwärtstrend registriert. Der Vorsprung auf die 200-Tage-Linie beläuft sich auf 13 Euro, also knapp 25 %. Das ist eine sehr schöne Distanz. 50 Euro sollten nach Meinung einiger Analysten durchaus das Ziel sein.
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