Immer noch ausgesprochen gute Aussichten sehen Analysten für die Aktie von Bayer. Jüngst hatte Goldman Sachs mit einem Kursziel von 62,50 Euro an der Börse durchaus für Aufsehen gesorgt.
Die Aktie musste nach einem Verlust von rund 1 % am Freitag auf etwa 50,12 Euro nachgeben. Sie bleibt jedoch über der runden und damit auch bedeutenden Marke von 50 Euro. Damit dürfte das Papier auch in der neuen Woche mit einer vergleichsweise guten Ausgangslage in den Handel starten.
Dieser Deal hat geholfen!
Wirtschaftlich hat Bayer zuletzt von einem Pharmadeal profitiert. Das Unternehmen erhielt im Rahmen einer Transaktion mit Apollo drei Milliarden Euro. Apollo übernimmt dabei eine Minderheitsbeteiligung. Für Bayer steht vor allem die Verbesserung der Kapitalstruktur im Vordergrund. Das Unternehmen verschafft sich damit zusätzlichen finanziellen Spielraum im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat. Zudem sollen damit auch fällige Anleihen bedient werden können. Insofern bleibt Bayer finanziell gut aufgestellt.
Die Börsen haben diesen Schritt am Freitag allerdings kaum honoriert. Dennoch haben sie die Aktie in den vergangenen Wochen insgesamt deutlich nach oben getrieben. Ein Blick auf die Entwicklung seit Ende Mai zeigt, dass der Kurs ausgehend von weniger als 40 Euro in eine deutlich höhere Kursregion vorgedrungen ist.
Die Aktie profitierte insbesondere davon, dass der Supreme Court in den USA bestimmte Klagen zur Kennzeichnungspflicht im Glyphosat-Komplex zugunsten von Bayer bewertet hat. Insofern bleibt die Stimmung trotz des Rückgangs am Freitag insgesamt positiv.
Das Urteil vom 25. Juni stärkt die Position des Unternehmens, da Kläger auf Ebene einzelner Bundesstaaten Bayer wegen fehlender Krebswarnhinweise nicht ohne Weiteres haftbar machen können. Nach Einschätzung des Unternehmens dürfte dies dazu führen, dass zahlreiche laufende Verfahren eingestellt werden und damit möglicherweise Tausende, wenn nicht Zehntausende Fälle erledigt werden können.
Ganz beendet ist der Rechtsstreit allerdings noch nicht. Es wird vermutet, dass Kläger künftig andere rechtliche Ansatzpunkte suchen könnten. Insofern dürfte das Glyphosat-Thema Bayer noch eine Zeit lang begleiten. Gerade vor diesem Hintergrund ist der Apollo-Deal hilfreich, weil das Unternehmen seine Liquidität stärkt und zusätzliche finanzielle Reserven aufbaut.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass Analysten weiterhin von deutlichem Kurspotenzial für die Bayer-Aktie ausgehen.
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