Bayer Aktie: Dreifach-Belastung naht

Bayer steht vor Aufsichtsratswechsel, Gerichtsverhandlung und Quartalszahlen. Die DZ Bank stuft die Aktie von Verkaufen auf Halten hoch und hebt den Kurszielwert an.

Bayer Aktie
Kurz & knapp:
  • DZ Bank hebt Bewertung von Verkaufen auf Halten
  • Zwei neue Mitglieder für den Aufsichtsrat vorgeschlagen
  • Supreme-Court-Verhandlung zu Glyphosat Ende April
  • Quartalszahlen und Dividendenzahlung im Mai

Aufsichtsratswechsel, Supreme-Court-Verhandlung und Quartalsbericht — binnen weniger Wochen stehen bei Bayer gleich drei Weichenstellungen an. Ausgerechnet jetzt beendet die DZ Bank ihre Verkaufsempfehlung.

Neue Gesichter im Kontrollgremium

Zur virtuellen Hauptversammlung am 24. April sollen zwei langjährige Aufseher ersetzt werden. Paul Achleitner (69) und Colleen Goggins (71) scheiden aus, ihre Mandate laufen mit Ende der Versammlung ab. Als Nachfolger vorgeschlagen sind OMV-Vorstandschef Alfred Stern sowie Marcel Smits, der unter anderem bei Cargill und Sara Lee tätig war. Stern bringe neben Führungserfahrung auch Expertise in Governance- und Nachhaltigkeitsfragen mit, so die Begründung des Unternehmens.

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DZ Bank dreht das Vorzeichen um

Parallel zur Hauptversammlung hat die DZ Bank ihre Einschätzung zur Aktie grundlegend revidiert. Analyst Peter Spengler hob den fairen Wert von 42 auf 44 Euro an und stufte das Papier von „Verkaufen“ auf „Halten“ hoch. Begründung: ein höherer Bewertungsmultiplikator für die Agrarsparte Crop Science für 2027 sowie niedrigere Schätzungen bei den Pensionsrückstellungen. Die Glyphosat-Rechtsrisiken seien durch den angestrebten Sammelvergleich über 7,25 Milliarden Dollar nun besser kalkulierbar — die operative Entwicklung rücke damit stärker in den Vordergrund.

Den Kurs beflügelt hat das Upgrade bislang kaum. Die Aktie notiert knapp über 40 Euro und damit rund 17 Prozent unter ihrem Februarhoch von 49,17 Euro.

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Zölle, Dividende und Q1-Zahlen

Bayer hält trotz schwieriger Rahmenbedingungen an seinen Jahreszielen fest. Pharmaceuticals-COO Sebastian Guth verwies gegenüber Reuters darauf, dass das Handelsabkommen zwischen USA und EU Zölle auf die meisten Waren — einschließlich Medikamente — auf 15 Prozent begrenze und in der Guidance bereits berücksichtigt sei. Die vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro je Aktie entspricht dem Vorjahreswert; Auszahlung ist für den 29. April geplant.

Am 12. Mai folgen die Quartalszahlen für Q1 2026 — der erste belastbare Blick darauf, ob die Kostensenkungsprogramme und der operative Aufwärtstrend in der Agrarsparte bereits Wirkung zeigen. Hinzu kommt die Supreme-Court-Verhandlung zu Glyphosat, deren mündliche Anhörung ebenfalls für den 27. April angesetzt ist. Eine endgültige Entscheidung wird bis Juni 2026 erwartet.

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