Die Bayer-Aktie schnellte am Freitag im nachbörslichen Handel um rund 6,5 Prozent nach oben. Der Grund: Der US Supreme Court wird einen Schlüsselfall in den jahrelangen Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten prüfen. Was nach Jahren juristischer Niederlagen und Milliarden-Vergleichen zunächst wie eine Randnotiz klingt, könnte sich als Wendepunkt erweisen.
Das oberste US-Gericht gab bekannt, den Fall „Durnell“ zur Verhandlung anzunehmen. Im Kern geht es um eine Grundsatzfrage: Steht das Bundesrecht bei Warnhinweisen über dem Recht einzelner Bundesstaaten? Oder anders formuliert: Darf ein Bundesstaat wie Missouri strengere Warnpflichten verlangen als die US-Umweltbehörde EPA für nötig hält?
Das Chaos in den Gerichtssälen
Die Petition von Monsanto, der Bayer-Tochter, erfolgte im April 2025, nachdem verschiedene Bundesgerichte zu völlig unterschiedlichen Urteilen gekommen waren. Während das Third Circuit in der Schaffner-Entscheidung urteilte, dass das Bundesgesetz FIFRA bundesstaatliche Warnpflicht-Klagen ausschließt, kamen das Ninth und Eleventh Circuit sowie ein Berufungsgericht in Missouri zum gegenteiligen Schluss. Ein juristisches Durcheinander, das nur der Supreme Court auflösen kann.
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Der Generalstaatsanwalt John Sauer stellte sich im Dezember auf Bayers Seite. Seine Argumentation: Das Durnell-Urteil untergrabe die wissenschaftlichen Feststellungen der EPA, die wiederholt zu dem Schluss kam, dass Glyphosat wahrscheinlich nicht krebserregend für Menschen sei. Ein Flickenteppich unterschiedlicher Kennzeichnungsvorschriften in verschiedenen Bundesstaaten würde die bundesweite Regulierung aushebeln.
1,25 Millionen Dollar und die große Frage
Im Durnell-Fall sprach eine Jury 2023 dem Kläger 1,25 Millionen Dollar zu – allerdings nur für einen einzigen Vorwurf: mangelnde Warnung. Andere Klagepunkte und Strafschadenersatz lehnte die Jury ab. Das Berufungsgericht von Missouri bestätigte das Urteil im Februar 2025. Nachdem der oberste Gerichtshof von Missouri eine Überprüfung ablehnte, landete der Fall beim Supreme Court.
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Eine Entscheidung wird während der Gerichtssitzung 2026 erwartet, die im Juni endet. Sollte der Supreme Court zugunsten von Bayer entscheiden, würden künftige Klagen in vielen Bundesstaaten erheblich erschwert oder sogar unmöglich. Die Anleger rechnen bereits jetzt mit diesem Szenario.
Endlich Licht am Horizont?
Der Leverkusener Konzern begrüßte die Annahme des Falls durch das höchste Gericht ausdrücklich. Kein Wunder: Ein positives Urteil würde die Rechtsstreitigkeiten signifikant eindämmen und damit das milliardenschwere Risiko reduzieren, das seit der Monsanto-Übernahme wie ein Damoklesschwert über dem Unternehmen hängt. Nach Jahren des juristischen Hickhacks könnte 2026 endlich Klarheit bringen – im besten Fall eine, die Bayer massiv entlastet.
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