Die DZ Bank hat am Donnerstag den fairen Wert für Bayer von 60 auf 64 Euro angehoben. Medienberichten zufolge bestätigte das Analysehaus zugleich seine Kaufempfehlung. Die Neubewertung folgte auf die am Dienstag veröffentlichten Quartalszahlen und den verbesserten Jahresausblick des Konzerns.
Jefferies verweist auf ausstehende Vergleichsgenehmigung
Jefferies erhöhte am Freitag das Kursziel von 46 auf 48,50 Euro und bestätigte die Einstufung „Hold“. Analyst Michael Leuchten nannte die noch ausstehende gerichtliche Genehmigung des umfassenderen Roundup-Vergleichs als juristischen Katalysator.
Einen Erfolg vor Gericht hatte Monsanto am 29. Oktober erzielt: Eine Jury in Missouri entschied im Verfahren Aretino et al. einstimmig zugunsten des Unternehmens. Bayer bezeichnete das Urteil als Ergebnis des ersten Roundup-Prozesses seit der Entscheidung des US Supreme Court. Das Verfahren betraf die Klagen von drei Klägerinnen.
Neue Angebote für den Pflanzenschutz
Bayer meldete am Freitag die erste US-Lieferung des Herbizids Convintro an einen Händler in Iowa. Das Präemergenzmittel mit dem Wirkstoff Diflufenican ist für den Einsatz in Mais und Soja ab der Saison 2027 vorgesehen.
Ebenfalls am Freitag wurde über Bayers digitales Pflanzenschutzkonzept PrediView berichtet. Bayer bietet es für die Winterweizensaison 2027 an. Das Konzept verbindet schlagspezifische Prognosen mit einer darauf abgestimmten Fungizidstrategie.
Der Konzern setzt nach Aussagen von Vorstandschef Bill Anderson auf Innovation und Schuldenabbau. Eine Aufspaltung stehe nicht auf der Agenda, sagte Anderson laut Reuters am Dienstag. Für das Jahresende erwartet Bayer nach der am Dienstag angehobenen Prognose eine Nettofinanzverschuldung von 28 bis 29 Milliarden Euro.
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